Neuigkeiten und Informationen aus dem Landkreis und der Kreisverwaltung
Spendenaktion Waldbrand Traisen
Traisen, 01.07.2026
Die Einsatzkräfte beim Waldbrand haben in den vergangenen Tagen eine hervorragende Arbeit geleistet. Dies wird Landrätin Bettina Dickes immer wieder aus der Bevölkerung widergespiegelt, und vielfach wurde Dickes gefragt, wie man den Helfern mit Spenden etwas Gutes tun könnte. „Die Einsatzkräfte aus allen Bereichen freuen sich sehr über die anerkennenden Gesten. Aber rein logostisch sind die Angebote wie z.B. Eis für alle schwierig zu koordinieren.“ so Dickes. Daher hat sie Kontakt mit dem Kreisfeuerwehrverband aufgenommen und angeregt, eine Spendenaktion zu koordinieren. „Wenn jemand gerne etwas spenden möchte, so kann er dies über den Kreisfeuerwehrverband tun. Der wird damit dann ein Helferfest für alle Einsatzkräfte der letzten Tage organisieren – nicht nur für die aus der Feuerwehr, sondern für alle, die hier geholfen haben.“
Wer dieses Vorhaben unterstützen möchte und sich so bei den Einsatzkräften bedanken will, kann dies unter folgender Bankverbindung bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG (BIC: GENODE51KRE) tun:
IBAN: DE09 5609 0000 0005 3166 96; Kontoinhaber: Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach e.V.; Verwendungszweck: Waldbrand Rotenfels
Löscherfolge zeichnen sich ab - Einsatz fußläufiger Kräfte, des Löschroboters sowie Landregen über die Nacht bringen Entlastung
Traisen, 01.07.2026, 12:15 Uhr
Im Laufe des gestrigen Tages und der Nacht konnten durch den Einsatz der fußläufigen Kräfte, die unter anderem mit Löschrucksäcken ausgestattet sind, und dem ferngesteuerten Löschroboter, der im munitionsbelasteten Gelände eingesetzt war, weitere Löscherfolge erzielt werden. Auch der anhaltende Landregen in der vergangenen Nacht hat Boden gut bewässert und zur weiteren Entspannung der Lage beigetragen.
Im Laufe des Vormittages wurde in Absprache mit dem Kampfmittelräumdienst das weitere Vorgehen in dem munitionsbelasteten Gelände besprochen. Hierbei wurde mit Zuhilfenahme von Wärmebildkameras, Drohnen sowie Einsatzkräften der Feuerwehr und @fire der vom Löschroboter bearbeitete Bereich erneut begutachtet und für Löschmaßnahmen vom Kampfmittelräumdienst freigegeben.
Aktuell befinden sich rund 300 Kräfte aus Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, THW und weiteren Organisationen im Einsatz. Außerdem wird seitens des Landes mit Kräften des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz, sowie der Landesfacheinheit Presse- und Medienarbeit weiterhin umfangreich unterstützt.
Sollten die weiteren Planungen den gewünschten Erfolg erzielen, wird die Einsatzleitung den Ansatz der Einsatzkräfte deutlich reduzieren.
Zudem hat sich die Lage so stabilisiert, dass im Laufe des Tages eine Änderung der Alarmstufe von 4 auf 3 geplant ist. Das bedeutet, die Einsatzleitung geht vom Landkreis auf die Stadt Bad Kreuznach über. Diese wird jedoch im Übergang intensiv vom Landkreis und auch den landesweiten Kräften unterstützt.
Zur Information: Die Alarmstufe 4 war erstmals im Landkreis Bad Kreuznach ausgelöst worden, in der Vergangenheit gab es nur Einsätze bis Alarmstufe 3.
Der Einsatz dauert derzeit weiterhin an. Nach aktueller Einschätzung ist jedoch davon auszugehen, dass die Löscharbeiten an den Glutnestern spätestens morgen abgeschlossen werden können, sofern sich keine spontane Verschlechterung der Lage ergibt.
Waldbrand bei Traisen: Lage stabil – Einsatz dauert an
Traisen, 30.06.2026, 17:45 Uhr
Die Lage im Einsatzgebiet des Waldbrandes bei Traisen hat sich im Vergleich zum Vormittag weiter stabilisiert. Dennoch dauert der Einsatz an. Es befinden sich weiterhin Glutnester im Gelände, und teils sind an mehreren Stellen offene Flammen aufgetreten. Der Zeitpunkt der endgültigen Ablöschung ist derzeit nicht absehbar. In jenen Bereichen, in denen ein sicheres Arbeiten möglich ist, werden durch den Brand geschädigte Bäume entfernt und Glutnester abgelöscht. Seit Dienstag ist zudem ein Team von @fire mit mehreren Löschmannschaften vor Ort, einer ehrenamtlichen international tätigen Hilfsorganisation. Deren Brandbekämpfer sind im Gelände unterwegs, erkunden die Situation vor Ort und unterstützen die lokalen Einheiten beim Löschen von Glutnestern. Nach Einschätzung der Einsatzleitung bleiben Wind und hohe Temperaturen ein entscheidender Faktor, da sie vorhandene Glutnester wieder aufflammen lassen können. Ziel aktuell ist es, in alle vom Brand betroffenen Areale vordringen zu können, sobald in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst für die Einsatzkräfte keine erhöhte Gefährdung mehr besteht.
Bilanz: Shuttleservice und Infotelefone
Der Verwaltungsstab der Kreisverwaltung zieht nach dem Ende der Evakuierung von Traisen eine erste Bilanz. Die Infotelefone der Kreisverwaltung mit zwei Rufnummern waren seit Samstagabend rund um die Uhr mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung besetzt und wurden im Verlauf der Evakuierung von rund 150 Personen genutzt, um sich über Unterbringung und Unterstützung zu informieren. Darüber hinaus gingen zahlreiche Hilfsangebote von Hotels, Eigentümern von Ferienwohnungen sowie Privatpersonen ein, die Menschen und Tiere aufnehmen wollten. Der Leiter des Verwaltungsstabs Dominic Schoßig betont: „Wir freuen uns über die große Hilfsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung." Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte zudem rund 200 evakuierte Personen aus Traisen mit einem Shuttleservice zu ihren Häusern gebracht, damit diese aus dringenden Gründen – etwa um Medikamente zu holen oder Tiere zu versorgen – kurz zurückkehren konnten. Die Bewohner zeigten sich nach Schilderung der Fahrer trotz der belastenden Situation verständnisvoll und dankbar. Der Verwaltungsstab hat mit Blick auf das Ende der Evakuierung sein Personal bereits reduziert.
Der Landkreis Bad Kreuznach wird die Öffentlichkeit weiterhin über die Entwicklung der Einsatzlage über seine Social-Media-Kanäle und seine Homepage informieren.
Waldbrand: Lage stabilisiert sich zunehmend
Traisen, 30.06.2026, 09:00 Uhr
Im Verlaufe der vergangenen Nacht, kam es erneut zu Knallgeräuschen im Einsatzgebiet Rotenfels. Es besteht dennoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Nach aktueller Lageeinschätzung ist keine erneute Evakuierung oder Sperrung der L236 seitens der Einsatzleitung notwendig. Im Verlaufe des heutigen Tages (30.06.26) sind aktive Brandbekämpfungsmaßnahmen durch die Feuerwehr in Bereichen mit niedrigem Risiko geplant. Dies ist aufgrund der größtenteils abgekühlten Brandflächen in den munitionsbelasten Bereichen möglich.
Das gesamte Waldgebiet ist weiterhin als Einsatzstelle abgesperrt und darf nicht betreten werden.
Waldbrand: Evakuierung von Traisen aufgehoben - 29.06.2026, 20 Uhr
Traisen. Die Einsatzleitung hat am heutigen Abend entschieden, die Evakuierung von Traisen ab sofort aufzuheben. Die Entscheidung ist vor folgendem Hintergrund gefallen: Der Brand ist dort ausgebrochen, wo die höchste Kampfmittelbelastung war. Dort ist er auch als erstes ausgegangen. Die Stelle hat sich mittlerweile deutlich abgekühlt, sodass nach intensiver Abwägung auf Ebene der Einsatzleitung gemeinschaftlich die Entscheidung getroffen wurde, die Evakuierung von Traisen ab sofort aufzuheben. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, dass die Stelle der höchsten Munitionsbelastung seit mehr als 24 Stunden ausgebrannt ist.
Das bedeutet konkret: Die Bewohner von Traisen und der Aussiedlerhöfe können ab sofort in ihre Häuser zurückkehren. Ausgenommen und damit weiter gesperrt bleibt die Zufahrt zum Rotenfels, mit den dahinterliegenden Anwesen sowie des Waldorfkindergartens. Die Bewohner können eigenständig in ihre Häuser zurückkehren. Wer dabei Unterstützung benötigt, kann sich an das Infotelefon der Kreisverwaltung unter den Telefonnummern
0671/803 1001 und
0671/803 1007
wenden.
Das gesamte Waldgebiet wird weiterhin als Einsatzstelle abgesperrt bleiben, weil es dort noch Glutnester gibt.
Waldbrand bei Traisen: Evakuierung bleibt bestehen – Einsatzkräfte verstärken Schutzmaßnahmen
Traisen, 29.06.2026, 11:30 Uhr
„Die Einsatzmaßnahmen der vergangenen Nacht zeigen Wirkung“, so Einsatzleiter Alexander Roßkopf am Morgen nach der ersten Lagebesprechung. Der in der Nacht eingesetzte Regen hatte zudem positive Auswirkungen auf die Dynamik des Brandes. Außerdem konnte sich das Feuer aufgrund der Brandschneisen und Kreisregner nicht weiter ausbreiten. Da jedoch weiterhin die Gefahr durch Explosionen von Kampfmittel, die in dem Waldstück vermutet werden, nicht ausgeschlossen werden kann, wird im Laufe des Vormittages ein Löschroboter eingesetzt, um in das betroffene Waldstück einzudringen und hier wirksame Löschmaßnahmen einzuleiten.
Es sind aktuell insgesamt rund 600 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Personal wird in insgesamt vier Einsatzabschnitten durch die Technische Einsatzleitung des Landekreises geführt und koordiniert. Unterstützung erfährt der Landkreis hierbei durch Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesland. So wurden zum Beispiel die Waldbrandzüge der überörtlichen Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz bereits am Samstag in den Einsatzraum verlegt. Spezialeinheiten zur Waldbrandbekämpfung unterstützen zudem bei der Bewältigung der Einsatzlage.
Der Verkehrsraum rund um das Einsatzgebiet bleibt großräumig abgesperrt. Aufgrund der anhaltenden Brandentwicklung bleibt die Ortsgemeinde Traisen weiterhin vollständig evakuiert. Betroffen sind rund 650 Personen. Die Polizei führt regelmäßig Streifenfahrten in der evakuierten Ortsgemeinde durch. Es besteht derzeit keine Gefahr für Hab und Gut.
Wie lange die Einsatzmaßnahmen noch andauern kann derzeit nicht abgeschätzt werden.
AWB: Frühere Müllabfuhr auch in den Sommerferien
Die Werkleitung des AWB hat mit Blick auf die auch in den kommenden Wochen zu erwartenden Temperaturen entschieden, die Müllabfuhr für die kompletten Sommerferien (vom 29.06.2026 bis zum 08.08.2026) in die frühen Morgenstunden vorzuziehen. Die Entscheidung, die Abfuhr früher zu starten, dient dem Schutz der Mitarbeiter und erfolgt auch aus hygienischen Gründen.
Die Müllabfuhr beginnt vor diesem Hintergrund in dem oben genannten Zeitraum:
in den Ortschaften im Landkreis Bad Kreuznach ab 5:00 Uhr, in der Stadt Bad Kreuznach ab 5:30 Uhr.
Der AWB bittet um Verständnis für die hitzebedingte Anpassung der Abfuhrzeiten sowie damit eventuell verbundene Lärmbelästigung am Morgen.
Bitte beachten: Mülltonnen bereits am Vorabend bereitstellen.
Wichtig zu beachten: Die Bürger sollten ihre Mülltonnen bereits am Vorabend an der Straße bereitstellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Tonne stehen bleibt und die Abfuhr reibungslos und vollständig abgewickelt werden kann. Sollte eine Tonne nicht entleert werden, wird der Eigentümer gebeten, sich an den AWB unter der Telefonnummer Telefon: 0671 803 1954 oder per E-Mail an awbkh@kreis-badkreuznach.de zu wenden.
AWB: Hitzebedingt frühere Abfuhr zwischen dem 22. und 26. Juni 2026
Die Werkleitung des AWB hat mit Blick auf die auch in der kommenden Woche zu erwartenden extremen Hitzetemperaturen entschieden, die Müllabfuhr in der Zeit vom 22. bis 26. Juni 2026 in die frühen Morgenstunden vorzuziehen. Bereits am 19. Juni waren die Tonnen in der Stadt und im Landkreis ab 5 Uhr morgens abgefahren worden. Die Entscheidung, die Abfuhr früher zu starten, dient dem Schutz der Mitarbeiter und erfolgt aus hygienischen Gründen.
Die Müllabfuhr beginnt vor diesem Hintergrund in der Woche vom 22. bis 26. Juni 2026
in den Ortschaften im Landkreis Bad Kreuznach bereits um 5:00 Uhr,
in der Stadt Bad Kreuznach um 5:30 Uhr.
Der AWB bittet um Entschuldigung für die kurzfristige Ankündigung und um Verständnis für die hitzebedingte Anpassung der Abfuhrzeit sowie damit eventuell verbundene Lärmbelästigung am Morgen.
Bitte beachten: Mülltonnen bereits am Vorabend bereitstellen
Wichtig zu beachten: Die Bürger sollten ihre Mülltonnen bereits am Vorabend an der Straße bereitstellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass keine Tonne stehen bleibt und die Abfuhr reibungslos und vollständig abgewickelt werden kann. Sollte eine Tonne nicht entleert werden, wird der Eigentümer gebeten, sich an den AWB unter der Telefonnummer Telefon: 0671 803 1954 oder per E-Mail an awbkh@kreis-badkreuznach.de zu wenden. Hitzebedingt kann es auch in Zukunft zu kurzfristigen Änderungen bei der Müllabfuhr kommen. Die Bürger werden gebeten, auf entsprechende Mitteilungen in den Medien und den Sozialen Medien zu achten.
Deutschlandticket im Schülerverkehr: Vorübergehende Aussetzung im Juli 2026 – Deaktivierung und Reaktivierung erfolgt automatisch
Bad Kreuznach, den 02.06.2026. Im kompletten Juli 2026 sind Sommerferien. Deshalb wird das Deutschlandticket im Juli 2026 für alle Schüler, die es als Fahrschein nutzen, temporär deaktiviert. Darüber hatte die Abteilung für Schülerbeförderung des Landkreises bereits im April in einem Schreiben an die Eltern informiert. Die Kreisverwaltung hat jetzt in Absprache mit den Verkehrsbetrieben eine Lösung gefunden, nach der das Ticket nach der automatischen Deaktivierung im Juli im August 2026 auch wieder automatisch reaktiviert wird. Das bedeutet: Anders als im April mitgeteilt, entfällt die zunächst vorgesehene aktive Reaktivierung in einem Linienbus vor Schulbeginn durch die Schüler.
Wichtig zu beachten ist: Das deaktivierte Ticket darf im Juli 2026 nicht verwendet werden. Ein deaktiviertes Ticket ist bei Fahrkartenkontrollen ungültig und kann zu Bußgeldern führen, die von den Erziehungsberechtigten zu tragen sind. Der Landkreis übernimmt in diesen Fällen keine Haftung.
Zum Hintergrund: Die Aussetzung des Deutschlandtickets im das Ergebnis einer sorgfältigen Abwägung der Rechtslage. Der Landkreis hat nach §69 des Schulgesetzes für die Beförderung zur Schule zu sorgen. Nur dafür darf er Fahrkarten ausstellen. Das bedeutet, es gibt in einem reinen Ferienmonat keine Rechtsgrundlage, um für rund 556.000 Euro – also mehr als eine halbe Million Euro – Deutschlandtickets über den Haushalt des Landkreises zu bezahlen.
Genauso wenig hat der Landkreis eine Rechtsgrundlage, um einem Schüler, der am Schulstandort wohnt, ein Deutschlandticket zur Verfügung zu stellen. Auch von Eltern dieser Kinder kommt regelmäßig der nachvollziehbare Vorwurf der Benachteiligung ihrer Kinder. Denn zum Beispiel bei Klassenfahrten müssen Schüler ohne Deutschlandticket die Fahrtkosten selbst tragen, während diese Fahrtkosten für Schüler, die außerhalb des Schulortes wohnen über das Deutschlandticket (Fahrkarte zur Schule) ausgeglichen werden. Auch können Schüler mit Wohnsitz am Standort der Schule keine Freizeitaktivitäten außerhalb des Schulstandortes kostenlos über den ÖPNV wahrnehmen. Der Wunsch nach durchgängiger Bezahlung des Deutschlandtickets für alle ist nachvollziehbar. Dem Landkreis sind hier jedoch die Hände gebunden. Auch die Nachbarlandkreise Mainz-Bingen, Birkenfeld und Alzey-Worms werden das Deutschlandticket für Schüler im Ferienmonat aussetzen. Aktuell nutzen 9.375 Schüler im Kreis Bad Kreuznach das Deutschlandticket für den Schulweg.