Neuigkeiten und Informationen aus dem Landkreis und der Kreisverwaltung
Landkreis Bad Kreuznach bietet erstmals GaFöG-Ferienbetreuung für Grundschulkinder an
Bad Kreuznach, 7.9.2026. Der Landkreis Bad Kreuznach bietet in der ersten Woche der Herbstferien erstmals eine Ferienbetreuung für Kinder im Grundschulalter im Rahmen des Ganztagsförderungsgesetzes (GaFöG) an. Das Angebot findet vom 5. bis 9. Oktober 2026 statt und richtet sich an Grundschulkinder aus dem Jugendamtsbezirk des Landkreises Bad Kreuznach.
Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:
- Zeitraum: Montag, 5. bis Freitag, 9. Oktober 2026
- Betreuungszeit: täglich von 8 bis 16 Uhr
- Buchung: nur für die gesamte Woche möglich
- Standort Rüdesheim: Betreuungsgebäude (Kunz-Institut) am Schlittweg
- Standort Bad Sobernheim: Emanuel-Felke-Gymnasium
- Elternbeitrag: 150 Euro pro Kind und Woche, inklusive Mittagessen
- Anmeldeschluss: 20.09.2026, 18:00 Uhr
Die pädagogische Ausgestaltung und Durchführung übernimmt die Funtime Care gGmbH. Für die teilnehmenden Kinder ist ein altersgerechtes und abwechslungsreiches Programm vorgesehen. Unter dem Motto „Detektivenwoche“ erwarten die Kinder verschiedene kreative, spielerische und bewegungsorientierte Aktivitäten. Dabei stehen gemeinschaftliches Erleben, Neugier, Entdeckerfreude und eine abwechslungsreiche Gestaltung der Ferienwoche im Mittelpunkt.
Die Anmeldungen laufen vorab über das Online-Ferienportal des Landkreises Bad Kreuznach. Weitere Details folgen rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltungen.
Bad Sobernheim
Link zur Anmeldung:
www.unser-ferienprogramm.de/kreis-badkreuznach/veranstaltung.php
Google-Suche:
Ganztagsferienbetreuung für Grundschüler in Bad Sobernheim – 1. Herbstferienwoche 2026
Rüdesheim
Link zur Anmeldung:
www.unser-ferienprogramm.de/kreis-badkreuznach/veranstaltung.php
Google-Suche:
Ganztagsferienbetreuung für Grundschüler in Rüdesheim – 1. Herbstferienwoche 2026
Mobiler Wertstoffhof in Kirn bald Geschichte – neue Lösung gefunden
Bad Kreuznach, den 2. September 2026. Der mobile Wertstoffhof in Kirn als Zwischenlösung ist bald Geschichte. Dem zuständigen Ersten Kreisbeigeordneten und Dezernenten, Oliver Kohl (SPD), und der Werkleitung des AWB ist es gelungen, eine Lösung zu finden, mit der es in Zukunft wieder einen eigenen Wertstoffhof in Kirn geben wird.
In einer Pilotphase, die zunächst für ein Jahr vorgesehen ist, wird mithilfe eines externen Dienstleisters ein neuer Wertstoffhof in der Kallenfelser Straße 97 eröffnet. Die fachliche Betreuung erfolgt durch das Personal des AWB. In der Pilotphase will der AWB die Zusammenarbeit evaluieren und prüfen, ob die Lösung über einen externen Partner auf Dauer tragfähig ist.
Beim Wertstoffhof können Bürgerinnen und Bürger zukünftig Holz, Metall, Reifen, Papier, Bauschutt, Sperrmüll, Restabfall, E-Schrott und Altkleider abgeben. Termine können online gebucht werden. Auf dem Wertstoffhof ist ausschließlich Kartenzahlung möglich. Bitte beachten: Grünschnitt wird in Kirn nicht angenommen, sondern muss weiterhin am Grünschnittplatz in Oberhausen entsorgt werden.
Geplant sind voraussichtlich ab 1. November folgende Öffnungszeiten
- Di.: 12:00–17:00 Uhr
- Fr.: 12:00–17:00 Uhr
- Sa.: 08:30–13:30 Uhr
Eine genauere Information dazu folgt noch. Der mobile Wertstoffhof wird noch einmal am Samstag, den 12. September 2026, in Kirn haltmachen. Mit dem neuen Angebot für Kirn wird es dann keinen mobilen Wertstoffhof mehr geben. Werkleiter Philipp Geib erhofft sich mit einem regelmäßigen Entsorgungsangebot in Kirn auch weniger illegale Müllentsorgung in der Region.
Oliver Kohl: „Aus Sicht des Landkreises ist der neue Wertstoffhof ein schlüssiges Gesamtpaket und eine wirtschaftliche Lösung. Wir haben hier verantwortungsbewusst zwischen einem sorgsamen Umgang mit den Gebühren und einem Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger im Kreis abgewogen und sind froh, in Zukunft wieder einen Wertstoffhof in Kirn anbieten zu können."
Bundesweiter Warntag am 10. September um 11:00 Uhr
LANDKREIS BAD KREUZNACH. Der Bundesweite Warntag findet in diesem Jahr am Donnerstag, 10. September, statt. Dabei werden zahlreiche Kanäle zur Bevölkerungswarnung erprobt – darunter Radio, Fernsehen, Warn-Apps wie KATWARN und NINA, Stadtinformationstafeln sowie Cell Broadcast. Im Landkreis Bad Kreuznach kommen an diesem Tag zusätzlich die digitalen Sirenen mit den neuen Sirenensignalen zum Einsatz.
Ablauf am Bundesweiten Warntag 2026
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) startet die Probewarnung um 11:00 Uhr über das Modulare Warnsystem (MoWaS). Parallel dazu lösen die teilnehmenden Länder und Kommunen vor Ort eigene Warnmittel wie Sirenen aus. Die Entwarnung folgt gegen 11:45 Uhr. Weitere Informationen finden Sie unter: www.bbk.bund.de/bundesweiter-warntag
Sirenensignale im Landkreis Bad Kreuznach
Im Landkreis Bad Kreuznach sind rund 200 neue digitale Sirenen installiert. Mit der Inbetriebnahme wurden folgende Signale eingeführt:
- Warnung der Bevölkerung: Ein einminütiger, auf- und abschwellender Heulton warnt vor akuten Gefahren (z.B. Unwetter, Großbrände). Handlungsempfehlung: Radio, Internet oder Warn-Apps einschalten, Fenster und Türen schließen und Nachbarn informieren. Notrufleitungen bitte nur bei echten Notfällen nutzen.
- Entwarnung: Ein durchgehender, einminütiger Dauerton signalisiert Entwarnung.
- Feuerwehr-Alarm: Drei kurze Dauertöne alarmieren die Einsatzkräfte. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) des Kreises, Alexander Roßkopf, appelliert hierzu: „Bitte halten Sie bei einem Feuerwehr-Alarm die Zufahrtswege frei und nutzen Sie den Notruf nur im Notfall!“
Cell Broadcast – Warnung direkt aufs Handy
Cell Broadcast ermöglicht das Versenden von Warnnachrichten direkt auf mobile Endgeräte – ohne vorherige App-Installation.
- Voraussetzungen: Das Handy muss eingeschaltet sein, darf sich nicht im Flugmodus befinden und sollte auf dem aktuellen Softwarestand sein. Ältere Geräte unterstützen den Dienst teils nicht. Eine Liste empfangsfähiger Geräte finden Sie unter: www.bbk.bund.de/cellbroadcast
- Hinweis zu Warn-Apps: Löschen Sie Warn-Apps wie NINA oder KATWARN nicht! Während Cell Broadcast aus technischen Gründen nur kurze Texte versendet (Art der Gefahr, wichtigste Handlungsempfehlung und Link auf www.warnung.bund.de), bieten Apps ausführlichere Informationen und standortbezogene Warnungen (z.B. am Aufenthaltsort Ihrer Kinder). Über Cell Broadcast werden aktuell zudem keine Entwarnungen versendet.
Umfrage zum Bundesweiten Warntag 2026
Über eine Online-Umfrage auf www.warntag-umfrage.de können Sie Ihre Erfahrungen mit der Probewarnung anonym teilen. Die Befragung startet am 10. September um 11:00 Uhr und endet am 18. September um 24:00 Uhr. Die Auswertung dient als wissenschaftliche Basis für die Vorbereitung künftiger Warntage.
Ausbildungsbörse Kirn 2026: Regionale Betriebe treffen auf Nachwuchskräfte
Wie geht es nach der Schule weiter? Antworten auf diese wegweisende Frage finden Schülerinnen und Schüler auch in diesem Jahr wieder bei der Ausbildungsbörse in Kirn. Am 10. September 2026 laden der Arbeitskreis Schule-Wirtschaft, die Wirtschaftsförderung des Landkreises Bad Kreuznach, die IHK und HWK gemeinsam mit den Kirner Schulen zur Ausbildungsbörse ein.
Die Ausbildungsbörse findet statt am
Donnerstag, den 10. September 2026,
von 9:00 – 13:00 Uhr in der
Turnhalle Realschule plus Kirn, Auf Kyrau.
Schülerinnen und Schüler der Region sind herzlich eingeladen, sich direkt bei Vertretern regionaler Unternehmen über Ausbildungs- und Berufsperspektiven zu informieren. Zahlreiche Firmen präsentieren sich mit eigenen Ständen und stehen für Fragen rund um Ausbildungsplätze, Praktika und Karrierewege zur Verfügung.
Tag der seelischen Gesundheit in Bad Kreuznach
Die Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft (PSAG) und die Koordinierungsstelle für Gemeindepsychiatrie des Gesundheitsamts der Kreisverwaltung Bad Kreuznach schaffen erneut eine Plattform zum Kennenlernen und Austausch rund um die Angebote zur Förderung der seelischen Gesundheit im Landkreis am Mittwoch, 09. September 2026, ab 10 Uhr in der Kreisverwaltung Bad Kreuznach, Salinenstraße 47, 55543 Bad Kreuznach.
Im Mittelpunkt des Aktionstages steht die Frage, wie und wo geeignete Unterstützung gefunden werden kann. Zahlreiche Einrichtungen und Fachstellen aus der Region stellen ihre Angebote vor und stehen für Gespräche zur Verfügung. Nach der Begrüßung durch den Ersten Kreisbeigeordneten Oliver Kohl um 10 Uhr folgen Fachbeiträge und Präsentationen unter anderem von der Betreuungsbehörde, der ambulanten Psychotherapie, dem individuellen Integrationsmanagement sowie dem Einheitlichen Ansprechpartner für Arbeitgeber. Am Nachmittag geben zudem die Polizei, die ambulante Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Sozialpsychiatrische Dienst Einblicke in Ihre Angebote zur seelischen Gesundheit. Von 12-13 Uhr besteht die Gelegenheit zur aktiven Beteiligung im Rahmen eines Mitmachangebots.
Ergänzend zu den Vorträgen findet gleichzeitig ein „Markt der Möglichkeiten“ statt, bei dem regionale Angebote vorgestellt werden und Raum für Austausch und Vernetzung besteht. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Welttag der Suizidprävention am 10. September 2026
Der Tag der seelischen Gesundheit findet am Vortag des jährlichen Welttags der Suizidprävention am 10. September statt. Seit seiner Einführung im Jahr 2003 durch die International Association for Suicide Prevention (IASP) und die Weltorganisation (WHO) macht der Welttag auf die hohe Zahl von Suiziden und Präventionsstrategien aufmerksam. In Deutschland sterben jährlich mehr als 10.000 Menschen durch Suizid – mehr als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegalen Drogen zusammen. Suizide sind jedoch vermeidbar und offene Gespräche können dabei einen entscheidenden Beitrag leisten. Weitere Informationen zum Welttag der Suizidprävention sind unter https://www.welttag-suizidpraevention.de/ sowie regionale Angebote unter: https://www.psychnavi-rlp.de/ abrufbar.
Neues Schulungsangebot „Bewegungsbegleiter“ startet im November – Anmeldungen ab sofort möglich
Bad Kreuznach, den 28. August 2026. Bewegung tut in jedem Alter gut – und genau hier setzt ein neues Schulungsangebot an: Die Weiterbildung zum ehrenamtlichen Bewegungsbegleiter. Am
Samstag, den 14. November 2026 von 10-19 Uhr und
Sonntag, den 15. November 2026 von 10–17 Uhr
findet in der Sporthalle in der Hermann-Besemüller-Straße 2, Ortsteil Hochstetten in Hochstetten-Dhaun eine Basisschulung zum „Bewegungsbegleiter" statt. Ziel der Schulung ist es, ehrenamtlich engagierte Menschen zu befähigen, in ihrem Umfeld niedrigschwellige Bewegungsangebote zu organisieren und zu begleiten – ganz gleich, ob im Verein, in der Nachbarschaft oder im Dorfgemeinschaftshaus.
Als Referentin konnte Simone Bopp, Geschäftsführerin und pädagogische Leitung der Landesvereinigung für ländliche Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz e.V. (LEB), gewonnen werden. Die Schulung findet in Kooperation mit der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz (LZG) statt.
„Wenn jedes Dorf Bewegungsbegleiterinnen und -begleiter sowie Bewegungsangebote hätte, wären alle im Glück – raus aus dem Haus, gegen die Einsamkeit", bringt Bopp die Idee hinter dem Konzept auf den Punkt. Auch Sozialdezernent Oliver Kohl (SPD) unterstreicht die Bedeutung des Angebots: „Bewegung ist mehr als nur körperliche Aktivität – sie schafft Begegnung, stärkt den Zusammenhalt und die Gesundheit und wirkt aktiv der Einsamkeit im ländlichen Raum entgegen. Mit dieser Schulung investieren wir gezielt in ehrenamtliches Engagement vor Ort und geben unseren Dörfern ein wertvolles Werkzeug an die Hand, um Gemeinschaft zu fördern und lebendig zu halten."
Für die Teilnehmenden entstehen für die Schulung keine Kosten. Auch alle Materialien – darunter ein Bewegungstrolley sowie ein Handbuch für Bewegungsbegleiterinnen und Bewegungsbegleiter – werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Eine Anreisemöglichkeit wird nach Anmeldung organisiert, eine Mittagsverpflegung wird gestellt. Nähere Informationen zum genauen Ablauf erhalten die Teilnehmenden rund eine Woche vor Veranstaltungsbeginn per E-Mail.
Das kostenfreie Schulungsangebot wird durch die LZG gefördert und umgesetzt durch die Kreisverwaltung Bad Kreuznach über die Fachkräfte der Gemeindeschwesterplus.
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich
Wer Lust hat, sein Dorf oder seine Nachbarschaft in Bewegung zu bringen, kann sich ab sofort für die Schulung anmelden – die Plätze sind begrenzt.
Kontakt für Rückfragen und Anmeldung:
Sabrina Stein
Tel.: 0671 803-1406
E-Mail: gemeindeschwesterplus@kreis-badkreuznach.de
AWB startet KI-Telefonassistenten
Bad Kreuznach, den 14. August 2026. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Bad Kreuznach (AWB) setzt auf ein neues digitales Angebot, das gezielt auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden ausgerichtet ist und wichtige Dienstleistungen einfacher zugänglich machen soll. Dazu kommt ein KI-Telefonassistent zum Einsatz, der Kundinnen und Kunden informiert und weiterleitet. Der offizielle Arbeitsbeginn des neuen digitalen Kollegen ist am Montag, den 17. August 2026.
KI-Telefonassistent: mehrsprachig und lernfähig
Über den Telefonassistenten werden Anrufe unter der Nummer 0671 / 803 1954 täglich von 7 bis 19 Uhr entgegengenommen. Der digitale Service leitet Anliegen an die richtigen Stellen weiter und beantwortet Fragen in mehreren Sprachen. Das macht den Service inklusiver und niedrigschwelliger für alle Bürgerinnen und Bürger im Landkreis. Oliver Kohl, Erster Kreisbeigeordneter und Dezernent für den AWB: „Digitalisierung im kommunalen Bereich bedeutet für mich vor allem eines: Den Menschen das Leben leichter machen. Mit dem neuen digitalen Angebot zeigen wir, wie moderne Technologie und Bürgernähe Hand in Hand gehen können. Ein mehrsprachiger KI-Assistent, der auch außerhalb der Öffnungszeiten erreichbar ist – das ist echte Serviceorientierung für alle Menschen in unserem Landkreis und eine kosteneffiziente Weiterentwicklung unserer Dienstleistungen." Aktuell befindet sich der Telefonassistent noch in der Beta-Phase: In den ersten sechs Monaten werden kontinuierlich Verbesserungen auf Basis von Nutzungserfahrungen integriert.
„Mit dem KI-Telefonassistenten bauen wir unseren modernen, bürgernahen Service gezielt weiter aus. Wir wollen, dass unsere Kundinnen und Kunden ihre Anliegen schnell, unkompliziert und zu einem Zeitpunkt erledigen können, der in ihren Alltag passt. Wir sind gespannt auf das Feedback und freuen uns darauf, das Angebot gemeinsam mit den Nutzerinnen und Nutzern weiterzuentwickeln", stellt Philipp Geib, Werkleiter des AWB, heraus.
Der Einsatz des KI-Telefonassistenten ist nur der erste Schritt. Aktuell arbeitet der AWB intensiv an einem kompletten Relaunch seiner Internetseite als neues digitales Aushängeschild.
Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen – sparsam mit Wasser umgehen
Bad Kreuznach, 14.07.2026. Wegen des trockenen und heißen Wetters sinkt der Grundwasserspiegel. Bäche und Flüsse führen mittlerweile extrem wenig Wasser. Deswegen bittet die Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung Bad Kreuznach jeden darum, in allen Bereichen sparsam mit Wasser umzugehen.
In Trockenzeiten muss eine Mindestwasserführung in der Natur gesichert sein. Dies dient dem Schutz der Fische, Amphibien und aller anderen, vom Gewässer abhängigen Lebewesen.
Das Entnehmen von Wasser aus Bächen mit Motor- und Handpumpen ohne Erlaubnis ist auch außerhalb der trockenen Jahreszeit verboten. Das Aufstauen von Bächen zum Abschöpfen des Wassers und das Ableiten durch Rohre sind ebenfalls nicht erlaubt.
Wer einen Fluss oder Bach per Pumpe zur Gartenbewässerung „anzapfen“ möchte, benötigt eine Erlaubnis der Kreisverwaltung. Diese kann bei der Unteren Wasserbehörde beantragt werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro.
Auch Gewässeranlieger, die eine entsprechende Genehmigung der Kreisverwaltung haben, werden darum gebeten, den Auflagen der Erlaubnis entsprechend die Wasserentnahme bei niedrigen Wasserständen einzustellen.
Gesundheitsamt der Kreisverwaltung setzt auf Prävention und gibt praktische Tipps bei großer Hitze
Bad Kreuznach, den 09.07.2026. Wenn Temperaturen steigen und Hitzewellen häufiger und intensiver auftreten, wächst die Belastung für unseren Körper. Die Region Bad Kreuznach gehört regelmäßig zu den Hitzehotspots in Deutschland. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Kinder und Schwangere sind gefährdet. Die Leiterin des Gesundheitsamtes der Kreisverwaltung Bad Kreuznach Dr. med. Anja Brilmayer betont vor diesem Hintergrund: „Hitze beeinträchtigt nicht nur den Komfort, sondern ist ein ernstzunehmender Gesundheitsfaktor. Mit kleinen Verhaltensänderungen kann jede und jeder Einzelne viel für die eigene Gesundheit tun.“
Der wichtigste Schutz vor hitzebedingten Kreislaufproblemen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr – und zwar, bevor der Durst einsetzt. Mindestens 1,5 bis 2 Liter sollten es täglich sein, bei großer Hitze auch mehr, sofern keine ärztlichen Einschränkungen vorliegen. Empfehlenswert sind dabei Wasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Saftschorlen. Alkohol und zuckerreiche Getränke hingegen belasten den Kreislauf zusätzlich und sollten möglichst gemieden werden. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick: Eine Trinkflasche gut sichtbar aufstellen – ob auf dem Schreibtisch, im Wohnzimmer oder in der Handtasche – damit das regelmäßige Trinken nicht in Vergessenheit gerät.
Auch die eigene Wohnung lässt sich mit einfachen Mitteln deutlich kühler halten. Entscheidend ist richtiges Lüften: Früh morgens und spät abends sollte kräftig Stoßgelüftet werden, tagsüber hingegen bleiben die Fenster – vor allem auf der Sonnenseite – am besten geschlossen. Rollos, Jalousien oder Vorhänge schützen zusätzlich vor der Wärme; helle Vorhänge sind dabei besonders effektiv, da sie das Sonnenlicht stärker reflektieren. Wer außerdem Elektrogeräte ausschaltet, wenn sie nicht benötigt werden, und in den heißesten Stunden auf Backofen und Herd verzichtet, kann die Raumtemperatur spürbar senken.
Auch Kleidung und Tagesplanung wollen bei Hitze gut überlegt sein. Leichte, luftige Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen ist ideal – helle Farben reflektieren das Sonnenlicht zusätzlich. Körperliche Anstrengungen, Sport oder schwere Gartenarbeit sollten in die kühleren Tageszeiten – also frühen Morgen oder späten Abend – verlegt werden. Ist eine Aktivität unvermeidbar, gilt: regelmäßige Pausen im Schatten einlegen, ausreichend trinken und auf Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 setzen.
Weniger bekannt, aber ebenso wirksam: die Anpassung der Ernährung. Leichte Kost wie Gemüse, Obst, Salate sowie leichte Eiweißquellen – etwa Joghurt, Fisch oder Hülsenfrüchte – entlasten den Körper in der Hitze. Statt weniger großer Mahlzeiten sind mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt die bessere Wahl. Das Salz sollte dabei nicht zu stark reduziert werden, da der Körper beim Schwitzen auch Mineralsalze verliert – bei Unsicherheiten empfiehlt sich ein ärztliches Gespräch. Wer die Mittagshitze meidet und sich eine kurze Ruhepause oder einen Mittagsschlaf gönnt, unterstützt aktiv seine Regeneration.
Dr. Anja Brilmayer lenkt zudem den Blick auf das persönliche Umfeld: „Hitze betrifft zwar alle Menschen, aber nicht alle gleichermaßen. Ältere Nachbarn, alleinlebende Personen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen sind besonders gefährdet – ein kurzer Anruf oder Besuch kann in dieser Zeit viel bedeuten. Wer nachfragt, ob ausreichend getrunken wird, und gegebenenfalls Hilfe beim Einkaufen oder Lüften anbietet, leistet einen wertvollen Beitrag.“ Besondere Vorsicht gilt bei Kindern: Sie dürfen – ebenso wie Tiere – niemals in einem geparkten Auto zurückgelassen werden, auch nicht bei vermeintlich milden Temperaturen. Sonnenschutz und ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind für sie unbedingt sicherzustellen.
Wer die Warnsignale des Körpers kennt, kann rechtzeitig reagieren. Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit, aber auch Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, ungewöhnliche Müdigkeit oder eine sehr trockene Haut ohne Schweiß trotz Hitze sind ernst zu nehmende Hinweise auf eine Überhitzung. In solchen Fällen gilt: sofort kühlen, trinken und ruhen. Helfen diese Maßnahmen nicht oder verschlechtert sich der Zustand, sollte ohne Zögern ärztliche Hilfe gesucht werden. Im Notfall gilt: 112 wählen.
Spendenaktion Waldbrand Traisen
Traisen, 01.07.2026
Die Einsatzkräfte beim Waldbrand haben in den vergangenen Tagen eine hervorragende Arbeit geleistet. Dies wird Landrätin Bettina Dickes immer wieder aus der Bevölkerung widergespiegelt, und vielfach wurde Dickes gefragt, wie man den Helfern mit Spenden etwas Gutes tun könnte. „Die Einsatzkräfte aus allen Bereichen freuen sich sehr über die anerkennenden Gesten. Aber rein logostisch sind die Angebote wie z.B. Eis für alle schwierig zu koordinieren.“ so Dickes. Daher hat sie Kontakt mit dem Kreisfeuerwehrverband aufgenommen und angeregt, eine Spendenaktion zu koordinieren. „Wenn jemand gerne etwas spenden möchte, so kann er dies über den Kreisfeuerwehrverband tun. Der wird damit dann ein Helferfest für alle Einsatzkräfte der letzten Tage organisieren – nicht nur für die aus der Feuerwehr, sondern für alle, die hier geholfen haben.“
Wer dieses Vorhaben unterstützen möchte und sich so bei den Einsatzkräften bedanken will, kann dies unter folgender Bankverbindung bei der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG (BIC: GENODE51KRE) tun:
IBAN: DE09 5609 0000 0005 3166 96; Kontoinhaber: Kreisfeuerwehrverband Bad Kreuznach e.V.; Verwendungszweck: Waldbrand Rotenfels
Löscherfolge zeichnen sich ab - Einsatz fußläufiger Kräfte, des Löschroboters sowie Landregen über die Nacht bringen Entlastung
Traisen, 01.07.2026, 12:15 Uhr
Im Laufe des gestrigen Tages und der Nacht konnten durch den Einsatz der fußläufigen Kräfte, die unter anderem mit Löschrucksäcken ausgestattet sind, und dem ferngesteuerten Löschroboter, der im munitionsbelasteten Gelände eingesetzt war, weitere Löscherfolge erzielt werden. Auch der anhaltende Landregen in der vergangenen Nacht hat Boden gut bewässert und zur weiteren Entspannung der Lage beigetragen.
Im Laufe des Vormittages wurde in Absprache mit dem Kampfmittelräumdienst das weitere Vorgehen in dem munitionsbelasteten Gelände besprochen. Hierbei wurde mit Zuhilfenahme von Wärmebildkameras, Drohnen sowie Einsatzkräften der Feuerwehr und @fire der vom Löschroboter bearbeitete Bereich erneut begutachtet und für Löschmaßnahmen vom Kampfmittelräumdienst freigegeben.
Aktuell befinden sich rund 300 Kräfte aus Feuerwehr, Hilfsorganisationen, Polizei, THW und weiteren Organisationen im Einsatz. Außerdem wird seitens des Landes mit Kräften des Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz, sowie der Landesfacheinheit Presse- und Medienarbeit weiterhin umfangreich unterstützt.
Sollten die weiteren Planungen den gewünschten Erfolg erzielen, wird die Einsatzleitung den Ansatz der Einsatzkräfte deutlich reduzieren.
Zudem hat sich die Lage so stabilisiert, dass im Laufe des Tages eine Änderung der Alarmstufe von 4 auf 3 geplant ist. Das bedeutet, die Einsatzleitung geht vom Landkreis auf die Stadt Bad Kreuznach über. Diese wird jedoch im Übergang intensiv vom Landkreis und auch den landesweiten Kräften unterstützt.
Zur Information: Die Alarmstufe 4 war erstmals im Landkreis Bad Kreuznach ausgelöst worden, in der Vergangenheit gab es nur Einsätze bis Alarmstufe 3.
Der Einsatz dauert derzeit weiterhin an. Nach aktueller Einschätzung ist jedoch davon auszugehen, dass die Löscharbeiten an den Glutnestern spätestens morgen abgeschlossen werden können, sofern sich keine spontane Verschlechterung der Lage ergibt.
Waldbrand bei Traisen: Lage stabil – Einsatz dauert an
Traisen, 30.06.2026, 17:45 Uhr
Die Lage im Einsatzgebiet des Waldbrandes bei Traisen hat sich im Vergleich zum Vormittag weiter stabilisiert. Dennoch dauert der Einsatz an. Es befinden sich weiterhin Glutnester im Gelände, und teils sind an mehreren Stellen offene Flammen aufgetreten. Der Zeitpunkt der endgültigen Ablöschung ist derzeit nicht absehbar. In jenen Bereichen, in denen ein sicheres Arbeiten möglich ist, werden durch den Brand geschädigte Bäume entfernt und Glutnester abgelöscht. Seit Dienstag ist zudem ein Team von @fire mit mehreren Löschmannschaften vor Ort, einer ehrenamtlichen international tätigen Hilfsorganisation. Deren Brandbekämpfer sind im Gelände unterwegs, erkunden die Situation vor Ort und unterstützen die lokalen Einheiten beim Löschen von Glutnestern. Nach Einschätzung der Einsatzleitung bleiben Wind und hohe Temperaturen ein entscheidender Faktor, da sie vorhandene Glutnester wieder aufflammen lassen können. Ziel aktuell ist es, in alle vom Brand betroffenen Areale vordringen zu können, sobald in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst für die Einsatzkräfte keine erhöhte Gefährdung mehr besteht.
Bilanz: Shuttleservice und Infotelefone
Der Verwaltungsstab der Kreisverwaltung zieht nach dem Ende der Evakuierung von Traisen eine erste Bilanz. Die Infotelefone der Kreisverwaltung mit zwei Rufnummern waren seit Samstagabend rund um die Uhr mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung besetzt und wurden im Verlauf der Evakuierung von rund 150 Personen genutzt, um sich über Unterbringung und Unterstützung zu informieren. Darüber hinaus gingen zahlreiche Hilfsangebote von Hotels, Eigentümern von Ferienwohnungen sowie Privatpersonen ein, die Menschen und Tiere aufnehmen wollten. Der Leiter des Verwaltungsstabs Dominic Schoßig betont: „Wir freuen uns über die große Hilfsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung." Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte zudem rund 200 evakuierte Personen aus Traisen mit einem Shuttleservice zu ihren Häusern gebracht, damit diese aus dringenden Gründen – etwa um Medikamente zu holen oder Tiere zu versorgen – kurz zurückkehren konnten. Die Bewohner zeigten sich nach Schilderung der Fahrer trotz der belastenden Situation verständnisvoll und dankbar. Der Verwaltungsstab hat mit Blick auf das Ende der Evakuierung sein Personal bereits reduziert.
Der Landkreis Bad Kreuznach wird die Öffentlichkeit weiterhin über die Entwicklung der Einsatzlage über seine Social-Media-Kanäle und seine Homepage informieren.
Waldbrand: Lage stabilisiert sich zunehmend
Traisen, 30.06.2026, 09:00 Uhr
Im Verlaufe der vergangenen Nacht, kam es erneut zu Knallgeräuschen im Einsatzgebiet Rotenfels. Es besteht dennoch keine Gefahr für die Bevölkerung. Nach aktueller Lageeinschätzung ist keine erneute Evakuierung oder Sperrung der L236 seitens der Einsatzleitung notwendig. Im Verlaufe des heutigen Tages (30.06.26) sind aktive Brandbekämpfungsmaßnahmen durch die Feuerwehr in Bereichen mit niedrigem Risiko geplant. Dies ist aufgrund der größtenteils abgekühlten Brandflächen in den munitionsbelasten Bereichen möglich.
Das gesamte Waldgebiet ist weiterhin als Einsatzstelle abgesperrt und darf nicht betreten werden.
Waldbrand: Evakuierung von Traisen aufgehoben - 29.06.2026, 20 Uhr
Traisen. Die Einsatzleitung hat am heutigen Abend entschieden, die Evakuierung von Traisen ab sofort aufzuheben. Die Entscheidung ist vor folgendem Hintergrund gefallen: Der Brand ist dort ausgebrochen, wo die höchste Kampfmittelbelastung war. Dort ist er auch als erstes ausgegangen. Die Stelle hat sich mittlerweile deutlich abgekühlt, sodass nach intensiver Abwägung auf Ebene der Einsatzleitung gemeinschaftlich die Entscheidung getroffen wurde, die Evakuierung von Traisen ab sofort aufzuheben. Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund, dass die Stelle der höchsten Munitionsbelastung seit mehr als 24 Stunden ausgebrannt ist.
Das bedeutet konkret: Die Bewohner von Traisen und der Aussiedlerhöfe können ab sofort in ihre Häuser zurückkehren. Ausgenommen und damit weiter gesperrt bleibt die Zufahrt zum Rotenfels, mit den dahinterliegenden Anwesen sowie des Waldorfkindergartens. Die Bewohner können eigenständig in ihre Häuser zurückkehren. Wer dabei Unterstützung benötigt, kann sich an das Infotelefon der Kreisverwaltung unter den Telefonnummern
0671/803 1001 und
0671/803 1007
wenden.
Das gesamte Waldgebiet wird weiterhin als Einsatzstelle abgesperrt bleiben, weil es dort noch Glutnester gibt.
Waldbrand bei Traisen: Evakuierung bleibt bestehen – Einsatzkräfte verstärken Schutzmaßnahmen
Traisen, 29.06.2026, 11:30 Uhr
„Die Einsatzmaßnahmen der vergangenen Nacht zeigen Wirkung“, so Einsatzleiter Alexander Roßkopf am Morgen nach der ersten Lagebesprechung. Der in der Nacht eingesetzte Regen hatte zudem positive Auswirkungen auf die Dynamik des Brandes. Außerdem konnte sich das Feuer aufgrund der Brandschneisen und Kreisregner nicht weiter ausbreiten. Da jedoch weiterhin die Gefahr durch Explosionen von Kampfmittel, die in dem Waldstück vermutet werden, nicht ausgeschlossen werden kann, wird im Laufe des Vormittages ein Löschroboter eingesetzt, um in das betroffene Waldstück einzudringen und hier wirksame Löschmaßnahmen einzuleiten.
Es sind aktuell insgesamt rund 600 Einsatzkräfte im Einsatz. Das Personal wird in insgesamt vier Einsatzabschnitten durch die Technische Einsatzleitung des Landekreises geführt und koordiniert. Unterstützung erfährt der Landkreis hierbei durch Einsatzkräfte aus dem gesamten Bundesland. So wurden zum Beispiel die Waldbrandzüge der überörtlichen Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz bereits am Samstag in den Einsatzraum verlegt. Spezialeinheiten zur Waldbrandbekämpfung unterstützen zudem bei der Bewältigung der Einsatzlage.
Der Verkehrsraum rund um das Einsatzgebiet bleibt großräumig abgesperrt. Aufgrund der anhaltenden Brandentwicklung bleibt die Ortsgemeinde Traisen weiterhin vollständig evakuiert. Betroffen sind rund 650 Personen. Die Polizei führt regelmäßig Streifenfahrten in der evakuierten Ortsgemeinde durch. Es besteht derzeit keine Gefahr für Hab und Gut.
Wie lange die Einsatzmaßnahmen noch andauern kann derzeit nicht abgeschätzt werden.