Frauen in Rheinland-Pfalz

 

 

Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat aus Anlass des Internationalen Frauentages am 8.3.2019 das Faltblatt "Frauen in Rheinland-Pfalz" neu aufgelegt. Die Publikation enthält viele interessante Informationen zur Situation von Frauen in der Gesellschaft und zeigt dabei kleinere und größere Unterschiede zwischen den Geschlechtern:

  • Frauen leben länger als Männer. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines heute geborenen Mädchens beträgt 83 Jahre, die eines Jungen 78,6 Jahre.
  • Frauen heiraten früher als Männer, sie sind bei ihrer Eheschlließung durchschnittlich 30,8 Jahre alt, Männer dagegen 33,4 Jahre.
  • Frauen erreichen im Durchschnitt höhere Bildungsabschlüsse als Männer: Fast 41 % der jungen Frauen verlassen die allgemeinbildenden Schulen mit der allgemeinen Hochschulreife, bei den jungen Männern sind es 30 %. Außerdem werden 54 % der bestandenen Abschlussprüfungen an einer Hochschule von Frauen abgelegt. 
  • Durchschnittlich 72 % der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen sind weiblich. Dagegen sind Frauen bei den Professorenstellen mit einem Anteil von 22 % deutlich unterrepräsentiert.
  • Frauen sind häuftig teilzeitbeschäftigt: Mehr als jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet Teilzeit (52 %), bei den Männern beträgt die Teilzeitquote 9,4 %.
  • Frauen sind seltener in Verkehrsunfälle mit Personenschaden verwickelt: 35 % der Unfallbeteiligten sind weiblich.
  • Frauen begehen weniger Straftaten: Weniger als ein Fünftel aller Verurteilungen vor Gericht betreffen Frauen. Bei den Strafgefangenen ist ihr Anteil mit 7,5 % noch geringer.

 

Weitere Informationen rund um die Geschlechter können Sie in dem "Faltblatt Frauen in Rheinland-Pfalz" hier einsehen.

Frei Leben - ohne Gewalt

Lebkuchen-Tüten mit der Aufschrift "Gewalt gegen Frauen kommt nicht in die Tüte" standen im Mittelpunkt der Aktion anlässlich des Internat. Tages zur Beseitigung der Gewalt an Frauen und Mädchen am 23.11.2018 auf dem bad kreuznacher Wochenmarkt. Die Fachkräfte des Frauenhauses, der Wohnungslosenhilfe, der Erziehungsberatungsstelle, der Kath. Frauen Deutschlands (kfd) und der Gleichstellungsstelle engagieren sich im Regionalen Runden Tisch gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen. Dieser leistet wertvolle Arbeit bei der Vernetzung der Institutionen, die im Interventionssystem gegen häusliche Gewalt tätig sind. Mit verschiedenen Aktionen macht der Runde Tisch im Rahmen seiner Öffentlichkeitsarbeit auf wichtige Fakten aufmkerksam. In diesem Jahr zeigte die kriminalstatist. Auswertung des BKA, dass

 

 

 

im Jahr 2017 insgesamt 138.893 Menschen Opfer von Gewalt in einer Partnerschaft wurden,  über 80 % davon sind Frauen.

 

 

 

Am Informationsstand in der Fußgängerzone konnte man sich über Betroffenheit und Angebote für Opfer und Täter von Gewalt informieren und sich bei einem Tee mit den Fachkräften austauschen

 

 

 

Zusätzlich zu dieser Aktion wehten die Fahne von Terre des Femmes mit der Aufschrift "Frei Leben - ohne Gewalt" an den Dienstgebäuden von Stadt- und Kreisverwaltung, um gemeinsam ein Zeichen gegen die Gewalt und Benachteiligung gegen Frauen und Mädchen weltweit zu setzen.

 

 

 

 

Wegweiser für den beruflichen Wiedereinstieg

Heutzutage ist es meist selbstverständlich, dass Frauen und Männer wieder zurück in den Beruf wollen, wenn Sie ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von Kindererziehung oder Pflege unterbrochen haben. Wer eine Zeit lang aus dem Beruf heraus war, muss so einiges bedenken und Entscheidungen treffen.

Viele Fragen stehen im Mittelpunkt:

Wie gehe ich es an?

Möchte ich mich weiter qualifiieren?

Wo finde ich freie Stellen?

Wie bewerbe ich mich?

Um auf diese und viele andere Fragen schnell eine Antwort zu finden, zu erfahen wo Beratung angeboten wird und auf was Sie sich einstellen müssen, hat das rheinland-pfälzische Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz die Broschüre "Wegweiser für den beruflichen Wiedereinstieg" überarbeitet und sowohl in digitaler als auch in Papierform erneut herausgegeben.

Das häufig verlangte Nachschlagewerk enthält Tipps, Angebote und Kontakte für Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger sowie Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz für Orientierung, Qualifizierung und Stellensuche. Ein breit gefächter Teil mit Angeboten persönlicher Beratung und interessante Informationen im Internet machen den Wegweiser zu einem informativen Nachschlagewerk für alle, die wieder in den Beruf möchten.

Den Wegweiser für den beruflichen Wiedereinstieg können Sie bei der Gleichstellungsstelle des Landkreises bestellen.

Wegweiser Wiedereinstieg 2017