News

Im Gespräch: Wirtschaftsförderung besucht das Unternehmen Leisenheimer in Windesheim

FirmenbesuchLeisenheimer

Die beiden Wirtschaftsförderer Andreas Steeg und Benjamin Hilger besuchten kürzlich das Unternehmen Leisenheimer - Die Malerwerkstätte, in Windesheim. Daniel Roos hat das Unternehmen im vergangenen Jahr übernommen und führt dieses seither. Iris Leisenheimer bleibt auch nach der Unternehmensübergabe an Bord und unterstützt weiterhin im Betrieb. "Die Zusammenarbeit läuft trotz des Rollentauschs sehr gut", bestätigten beide. Gerade Unternehmensübergänge verlaufen nicht immer so geräuschlos, wissen die beiden Wirtschaftsförderer. Der Weg, den Familie Leisenheimer gewählt und gemeinsam mit dem früheren Angestellten Daniel Roos vollzogen hat, ist wirklich hervorragend.

Trotz des geordneten Übergangs von Familie Leisenheimer auf Daniel Roos beschäftigt auch die Malerwerkstätte das Thema Personal. "Diese gestaltet sich für Betriebe als immer größere Herausforderung", wissen Steeg und Hilger. Das Unternehmen Leisenheimer setzt daher bei der Personalakquise unter anderem auf Arbeitszeitmodelle, die eine größere Flexibilität für die Beschäftigten ermöglicht. "Es ist sehr positiv zu sehen, dass Unternehmen Wege suchen und finden, wie sie den Herausforderungen der Fachkräftegewinnung begegnen". Dennoch bleibe die Personalgewinnung eine große Herausforderung, da Fachkräfte fehlen. Zur Unterstützung bietet die Wirtschaftsförderung daher den Unternehmen an, gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter in den Austausch zu gehen, um gezielt potentielle Bewerberinnen und Bewerber für eine Anstellung oder eine Ausbildung im Unternehmen suchen zu können.

Im Gespräch mit Daniel Roos und Iris Leisenheimer konnten zudem weitere Themenfelder herausgestellt werden, in denen die Wirtschaftsförderung Unterstützung leisten kann. "Wir unterstützen unter anderem auch gerne bei der Suche nach Zuschussmöglichkeiten zur Umsetzung von Investitionen", verdeutlicht Steeg.

Wirtschaftsförderung unterwegs: Unternehmensbesuch im Mühlentor, Bad Kreuznach

Mühlentor

Gemeinsam mit dem für die Wirtschaftsförderung zuständigen Beigeordneten der Stadt Bad Kreuznach besuchte Kreiswirtschaftsförderer Andreas Steeg Familie Hilgert, die Inhaber des Mühlentors in Bad Kreuznach. Durch die bereits seit einiger Zeit laufenden Straßenbaumaßnahmen in der Mühlenstraße ist es aktuell teils nur schwer möglich, den gastronomischen Betrieb zu erreichen. "Mit unserem Besuch war es Markus Schlosser und mir wichtig, den guten Austausch mit Familie Hilgert fortzusetzen und nach Lösungsansätzen zu suchen, wie wir das Mühlentor unterstützen können", sagt Andreas Steeg. So sei unter anderem eine bessere Zuwegebeschilderung vereinbart worden, die Besucherinnen und Besuchern zeigen, dass das Mühlentor geöffnet hat. "Die Jahre nach dem Umbau des Mühlentors waren - geprägt durch Corona, Inflation und zuletzt die Baustelle in der Mühlenstraße - sehr schwierige. Uns ist es wichtig, diesen renommierten Gastronomiebetrieb zu unterstützen und zu verdeutlichen, dass das Mühletor geöffnet hat, geöffnet bleibt und ein Besuch sich definitiv lohnt", so Steeg.


Ausbildungsbörse in Kirn

Ausbildungsbörse Kirn

Über 500 Schülerinnen und Schüler besuchten in diesem Jahr die Ausbildungsbörse in Kirn. "Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden", resümiert Andreas Steeg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Bad Kreuznach. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Schule / Wirtschaft hatte die Wirtschaftsförderung die Ausbildungsbörse auch in diesem Jahr in der Realschule Plus Auf Kyrau durchgeführt.

"Es ist uns als Organisatoren der Ausbildungsbörse ein großes Anliegen, den Schülerinnen und Schülern eine Möglichkeit zu bieten, sich konzentriert über ihre berufliche Zukunft informieren zu können. Daneben ist es auch für die Unternehmen der Region wichtig, unter anderem während Ausbildungsbörsen den Weg zu den Fachkräften von morgen zu finden", so Steeg.

Informationen fanden die Schülerinnen und Schüler aus den umliegenden Schulen an über 50 Informationsständen. Neben vielen Ausbildungsbetrieben, die ihr breites Ausbildungsangebot vorstellten, präsentierten sich auch Hochschulen und Berufsbildende Schulen.

 


Firmenbesuch mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt bei MST Graffe in Langenlonsheim

Firmenbesuch MST-Graffe
Steht beispielshaft für die Innovationskraft der MST Graffe GmbH: Die Stickstoff-Gewinnungsanlage, die unter Nutzung von firmeneigenem Solarstrom der Umgebungsluft Stickstoff entzieht, der beim Laserschneiden und -schweißen als Schutzgas dient. Davon zeigte sich Ministerin Daniela Schmitt (5. von rechts) beeindruckt, die mit anderen Gästen durch Unternehmer Markus Graffe (Mitte) durch den Betrieb geführt wurde. Foto: KruppPresse

Pressemeldung zum Besuch von MST Markus Graffe:

Stetige Innovation und zuverlässige Qualität sichern Erfolg

LANGENLONSHEIM. Von konsequenter Innovation und fachlicher Kompetenz positiv beeindruckt zeigte sich die rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsministerien Daniela Schmitt, als sie das Unternehmen Maschinen- und Stahlbau Technik Markus Graffe GmbH (MST) besuchte.

Gastgeber Graffe informierte die Ministerin, dass er nach einer Ausbildung zum Maschinenschlosser, Wehrdienst sowie berufsbegleitender Weiterbildung zum Maschinenbaumeister und Schweißfachmann 1989 seinen Betrieb auf einer grünen Wiese im Langenlonsheimer Gewerbegebiet gegründet habe. Nach organischem Wachstum verfüge dieser inzwischen über 4000 Quadratmeter Produktionsfläche und weitere Fläche zur Expansion. Von Anfang an habe er auf einen wertschätzenden Umgang mit seinen Mitarbeitern geachtet, von denen sich mehrere in den vergangenen 35 Jahren selbstständig gemacht hätten: „Ich bin da frei von Konkurrenzdenken, sondern ich schätze den effektiven Austausch“, erklärte Graffe. Ministerin Schmitt bestätigte aus eigener Erfahrung: „Vor allem die sind erfolgreich, die groß und kooperativ denken.“

Sein umfangreiches Fachwissen und seine wertvollen Erfahrungen gebe er gerne an andere weiter, sagte Graffe. Deshalb habe er 2021 die Graffe Technik Innovation GmbH (GTI) gegründet. In Zusammenarbeit mit der Technischen Hochschule Bingen (THB) und der Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) will Graffe mit dem GTI Existenzgründer und Startups mit Rat und Tat unterstützen. Zusammen mit der THB betreibe man ein spannendes Forschungsprojekt zum Thema Dichtungen im Bereich der Wasserstoff-Technik. „Das von Markus Graffe initiierte Gründerzentrum ‚Graffe Technik Innovation‘ für Startups in der Maschinenbautechnologie gibt den Anstoß, innovative Themen durch beteiligte Unternehmen, die Wissenschaft, die Wirtschaftsförderung vor Ort und die Innovationsagentur des Landes weiter voranzubringen“, bestätigte die Ministerin.

Graffe dankte der Ortsgemeinde, der Verbandsgemeinde und dem Landkreis für die gute Zusammenarbeit, die er beim Auf- und Ausbau seines Unternehmens erlebt habe. Ausdrücklich lobte er die tatkräftige Unterstützung durch die Wirtschaftsförderung des Kreises, vertreten durch Andreas Steeg und Benjamin Hilger. Er freute sich, dass auch Sabine Mesletzky, die Geschäftsführerin der Innovationsagentur Rheinland-Pfalz, den Besuch der Ministerin begleitete. Er kenne sie ja durch seine ehrenamtliche Arbeit in der IHK-Vollversammlung und habe die Gründung der Innovationsagentur sehr begrüßt.

Bei der Führung des Unternehmens wird Graffe durch die technische Leiterin Jana Zander und Fertigungsleiter Paul Graffe, seinen Sohn, unterstützt. Damit sei der Generationswechsel bereits optimal vorbereitet, konstatiert er.

Beim Rundgang durch die Produktion erklärte Graffe der Ministerin die modernen, mit Computern vernetzten Maschinen, die zur hochpräzisen Herstellung komplexer Edelstahlbauteile und ganzen Maschinen benötigt werden. Rund 85 Prozent der Produktion sind für den indirekten, weltweiten Export bestimmt.

Ministerin Schmitt freute sich, dass sie sich auch die Stickstoff-Gewinnungsanlage ansehen konnte, für die MST im vergangenen Jahr mit dem Innovationspreis des Landes ausgezeichnet wurde. Die Anlage nutzt den Solarstrom der eigenen Photovoltaik-Anlage, um der Umgebungsluft Stickstoff zu entziehen, der als Schutzgas beim Laserschneiden und -schweißen benötigt wird. Durch dieses Verfahren können mehr als 27 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

„Wir brauchen Unternehmen, die zukunftsfähige Lösungen entwickeln und anbieten, um ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Der Schlüssel auf diesem Weg sind Innovationen“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt, die die MST-Graffe GmbH im Mai 2023 im Rahmen des Innovationspreises mit dem Sonderpreis der Ministerin ausgezeichnet hatte. „Das innovative Verfahren zur Umwandlung von Strom in Stickstoff ist ein Paradebeispiel dafür, wie es gelingen kann, durch technologischen Fortschritt Energie und CO2 einzusparen“, so Schmitt. Nur so sei es angesichts der Transformationsprozesse möglich, den Standort dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten. Das Engagement des Unternehmens fügt sich in die Aktivitäten der Innovationsagentur des Landes Rheinland-Pfalz und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung in der Region.

Wirtschaftsförderer Andreas Steeg sprach die Bedeutung verfügbarer Gewerbeflächen an, die Voraussetzung für die Ansiedlung neuer Unternehmen seien. Das durch den engagierten Unternehmer Graffe gegründete GTI sei sehr wichtig, um die Innovation der Region zu beflügeln: „Wir müssen die PS nur auf die Straße bringen“, forderte er, auch mit Blick auf die Bito-Campus GmbH in Meisenheim. Das entspreche auch der Philosophie ihres Ministeriums, bestätigte Schmitt: Man wolle in Zusammenarbeit mit den rührigen Wirtschaftsförderungen in den Regionen die Innovation im Lande fördern und ausbauen. Erster Kreisbeigeordneter Oliver Kohl bestätigte, dass MST Graffe zu den innovationsfreudigsten Unternehmen im Landkreis gehöre.

Jana Zander informierte die Besucher über die Zielsetzung und die Arbeit des Gründerzentrums GTI, der die MST als Werkbank zum Prototypenbau diene. Nebenan sei auch ein Gebäude geplant, in dem Gründer dann Büros und Werkstattflächen anmieten können. Mehrere Projekte von Startups habe man bereits erfolgreich unterstützt und begleitet: beispielsweise eine autarke vertikale Begrünung, die schon bei der Bundesgartenschau zu sehen war und das Klima in Innenstädten positiv beeinflusst.

Weitere Informationen im Internet unter https://graffe-technik-innovation.de/


Infoveranstaltung EU-Taxonomie

Die EU-Taxonomie und die damit einhergehende Nachhaltigkeitsberichtspflicht beschäftigt immer mehr Unternehmen. „In unseren Gesprächen mit den Unternehmen der Region stellen wir immer wieder fest, dass viele Fragezeichen zu diesem komplexen und noch wenig greifbaren Thema bestehen. Unternehmerinnen und Unternehmer – unabhängig davon, wie groß die Betriebe sind – können häufig die Auswirkungen auf die eigenen Unternehmen noch nicht richtig greifen“, weiß Kreiswirtschaftsförderer Andreas Steeg. Gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Rhein-Nahe-Hunsrück, der IHK-Akademie Koblenz, der Handwerkskammer Koblenz, den Michelin Reifenwerken Bad Kreuznach, der Lorenz Metallbau GmbH, der Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG und der Sparkasse Rhein-Nahe organisierte die Wirtschaftsförderung des Landkreises auf Initiative von Landrätin Bettina Dickes eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema. Rund 100 interessierte Personen aus der Wirtschaft folgten der Einladung und fanden den Weg in die Kantine der Michelin Reifenwerke Bad Kreuznach zu der Infoveranstaltung.

„Ziel unserer gemeinsamen Veranstaltung war es, thematische Impulse zu setzen und Ansprechpersonen der Kammern und der beiden regionalen Banken zu benennen, die unseren Unternehmen bei den Herausforderungen der EU-Taxonomie Unterstützung leisten können“, erläutert der Wirtschaftsförderer. Zudem sei es den Organisatoren wichtig gewesen, auch die Chancen, die sich aus der EU-Taxonomie für Unternehmen ergeben können, in den Fokus zu stellen.

So gab etwa Landrätin Bettina Dickes einen Einblick in das Nachhaltigkeitsnetzwerk „Wurzeln schlagen“ und auf die Möglichkeiten, im Netzwerk nachhaltige Projekte im Landkreis umsetzen zu können.

Allgemein zu den Hintergründen der EU-Taxonomie berichtete Patrick Stoß, der Nachhaltigkeitsmanager der Sparkasse Rhein-Nahe, gemeinsam mit seinem Kollegen Eric Kügler, der in der Digitalisierung einen guten Weg zur Optimierung der eigenen Nachhaltigkeit im Betrieb sieht. Dr. Christoph Vondenhoff, Leiter Public Affairs Michelin DACH, machte die Hintergründe und Auswirkungen der EU-Taxonomie auf Unternehmen mit einer bereits bestehenden Berichtspflicht deutlich. Neben den eigenen Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Fußabdrucks in berichtspflichtigen Unternehmen seien auch deren Lieferanten und Dienstleister ohne Berichtspflicht gefragt, klimaneutral zu werden.

Reinhold Lorenz, Gründer der Lorenz Metallbau GmbH, hat in seinem Betrieb – auch ohne Berichtspflicht – bereits verschiedenste Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Interesse des eigenen Unternehmens umgesetzt. So bringen PV-Anlagen, Elektromobilität oder die Umrüstung der Heizung von einer Gastherme auf eine Luft-Wärme-Pumpe perspektivisch Kosteneinsparungen. Ein derzeit entstehender Hallenneubau wird nach den aktuellen Nachhaltigkeitsgrundsätzen errichtet, um keine Nachteile bei der Fördermittel- oder Kreditakquise befürchten zu müssen.

Abgerundet wurde die Informationsveranstaltung mit dem Podiumsgespräch der beiden regionalen Bankvorstände Steffen Roßkopf (Sparkasse Rhein-Nahe) und Patrick Miljes (Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG). Die beiden Vorstände erläuterten unter anderem, wie sich die EU-Taxonomie und die Nachhaltigkeitsberichtserstattung auf die Kreditvergabe auswirkt. Demnach würden Projekte, die den Nachhaltigkeitskriterien nicht entsprechen, in der Risikobewertung schlechter abschneiden. Dies könne unter anderem zu höheren Kreditkosten für die Kreditnehmer oder aber – im Extremfall – sogar zu einer Ablehnung eines Kredits führen kann.

Ansprechpersonen und weitergehende Informationen zum Thema der EU-Taxonomie

IHK-Akademie:

Thorsten Korn
IHK-Akademie Koblenz e.V.
Josef-Görres-Platz 19
56068 Koblenz
Telefon: 0261 30471-33
Fax: 0261 30471-23
E-Mail: korn@ihk-akademie-koblenz.de
Internet: http://www.ihk-akademie-koblenz.de

Weiterbildungsangebote der IHK-Akademie: https://ihk-akademie-koblenz.de/kurssuche/kategorie/Umwelt;Brandschutz;Gefahrgut;Nachhaltigkeit/

 

Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA

Ulrike Dalheimer
Unternehmenskommunikation / Corporate Communications
Michelinstraβe 1
55543 Bad Kreuznach
Telefon: +49 (0)671 855-1143
Email:: ulrike.dalheimer@michelin.com

 

 

 


Ausbildungsbörse Kirn 2024

Der Temin für die Ausbildungsbörse in Kirn steht. Die "Ausbildungsbörse 24 - live" wird am Donnerstag, dem 21. März 2024, in der Sporthalle Kyrau, Kallenfelser Straße 71, Kirn, stattfinden.

Das Gemeinschaftsprojekt des Arbeitskreises Schule Wirtschaft Kirn/Idar-Oberstein, der Wirtschaftsförderung des Landkreises Bad Kreuznach, der IHK, HWK, Kreishandwerkerschaft, Bundesagentur für Arbeit und heimischen Unternehmen und Verwaltungen soll auch in diesem Jahr junge Mensche ansprechen, in regionalen Betrieben eine Ausbildung oder ein duales Studium zu beginnen. Das Organisationsteam setzt dabei auf das bewährte Konzpt, im Zuge dessen Unternehmen ihr Ausbildungsprogramm den interessierten Schülerinnen und Schülern präsentieren können.

Die Börse richtet sich an Betriebe in den Landkreisen Bad Kreuznach und Birkenfeld. Es ist eine Ausbildungs- und Studienbörse, Betriebe werden ihre Ausbildungsgänge und dualen Studiengänge vorstellen. Hochschulen der Region präsentieren ihr Studienprogramm.


MST-Graffe GmbH erhält Innovationspreis des Landes

Innovationspreis RLP
Das Foto zeigt (v.l.): Prof. Bernhard Wolf (Ortsbürgermeister Langenlonsheim), Jana Zander (Betriebsleiterin MST-Graffe), Oliver Kohl (Erster Kreisbeigeordneter), Daniela Schmitt (Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz), Markus Graffe (Geschäftsführender Gesellschafter MST-Graffe), Michael Cyfka (Bürgermeister VG Langenlonsheim-Stromberg)

„Ich freue mich sehr darüber, dass die Maschinen- und Stahlbautechnik (MST) Markus Graffe GmbH mit dem Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern ausgezeichnet wurde“, informiert Oliver Kohl, der Erste Kreisbeigeordnete. Kohl gehörte zu den ersten Gratulanten nach der Preisverleihung durch Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt in Kaiserslautern. „Wir dürfen sehr stolz darauf sein, dass mit der MST-Graffe GmbH ein wirklich innovatives Unternehmen seinen Sitz in unserem Landkreis hat“. Die MST-Graffe GmbH in Langenlonsheim hat sich mit ihrer modernsten und hoch effizienten Fertigung auf den Sondermaschinenbau aus Edelstahl spezialisiert. Und produziert präzise Maschinenbauteile, Druckbehälter und ganze Anlagen, die weltweit im Einsatz sind.

Den Innovationspreis des Landes Rheinland-Pfalz erhielt das im Jahre 1989 von Markus Graffe gegründete Unternehmen für seine Innovation „GreenCut – Save CO2“. Das Unternehmen produziert aus Solarstrom den benötigten Stickstoff, der für die eigenen Produktionsprozesse eingesetzt wird und spart dadurch rund 27 Tonnen CO2 pro Jahr.

Rund 50 Tonnen Stickstoff setzt MST-Graffe für die Laserschneidanlage aktuell pro Jahr ein. Bisher wurde dieser mit einem Tankwagen zur Produktionsstätte nach Langenlonsheim geliefert. In der jüngeren Vergangenheit musste das Unternehmen aber durch Preisschwankungen und Lieferengpässe – bedingt durch die Coronapandemie und die Energiekrise – sich immer häufiger mit Schwierigkeiten in diesem eingeübten Verfahren auseinandersetzen. Für Graffe und sein Team war dies der Ansatz, nach neuen und innovativen Wegen zu suchen, auf eigenem Wege diese Problematik zu beheben. „Schnell reifte der Gedanke, den Stickstoff aus Strom von der eigenen Photovoltaikanlage selbst herzustellen“, erinnert sich Geschäftsführer Markus Graffe. Denn das Dach auf der etwa 4000 Quadratmeter großen Produktionsfläche war nach Süden hin bereits mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. Der Überschussstrom außerhalb der Produktionszeiten wurde bislang in das öffentliche Netz eingespeist. „Nun wird dieser überschüssige Strom dazu genutzt, unseren eigenen Stickstoff zu produzieren“. Hierzu wurde im Unternehmen eine Stickstofferzeugungsanlage installiert, die nun aus dem Solarstrom Stickstoff produziert. Lieferungen von Stickstoff per LKW gehören damit der Vergangenheit an. „Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ökologisch machte dieser Schritt großen Sinn. Für uns bedeuten Schritte wie dieser ein Transformationsprozess, weg vom eingefahrenen Verfahren, hin zu neuen und nachhaltigen Wegen“. Mit dem Produktionsprozess, der den Solarstrom vom Dach – sowohl beim Betrieb der Laserschneidanlagen wie auch nun bei der Stickstofferzeugung einsetzt – gelinge es, die Dekarbonisierung im eigenen Betrieb auszubauen und zugleich die Unwägbarkeiten bei der Stickstofflieferung künftig zu umgehen.

„Ich sehe die Transformation der Wirtschaft als unerlässlich, um eine uneingeschränkte Durchlässigkeit von Wissenstransfer und Innovation zu erreichen. Diese ist im Dialog die beste Basis für Nachhaltigkeit und einer gemeinsamen umweltfreundlichen Zukunft“, so Markus Graffe.

Dem stimmt Oliver Kohl zu: „Wir alle müssen neue Wege finden, um den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden. Markus Graffe hat vorgemacht, wie es gehen kann und ist damit sicher Ideengeber für viele andere, die sich der innovativen und zugleich nachhaltigen Idee annehmen werden“.

„Nachhaltiges Wirken und Handeln spielt in der heutigen Zeit gerade in der Gesamtbetrachtung eine wichtigere Rolle denn je“, weiß auch Wirtschaftsförderer Andreas Steeg. Er selbst habe Markus Graffe und sein Unternehmen als innovatives und nachhaltig agierendes Unternehmen schon vor vielen Jahren kennen lernen dürfen. „Ich freue mich sehr, dass die MST-Graffe GmbH mit dem Innovationspreis des Landes nun auch überregional als innovatives und nachhaltiges Unternehmen noch deutlicher in den Fokus gerückt werden kann“.