Aktuelle Informationen zu den Familienzentren im Landkreis

Den Kindertageseinrichtungen als Orte, an denen Eltern und Kind alltäglich sind und Kontakte mit anderen Kindern, Eltern sowie Fachkräften pflegen und neu knüpfen können, werden eine wichtige Bedeutung zugemessen. Sie sind besonders geeignet über ihren Auftrag zur Erziehung, Bildung und Betreuung hinaus Anlaufstellen und Knotenpunkte für Angebote der Begegnung, Beratung und Bildung zu sein, die neben den Kindern auch die Eltern und die ganze Familie adressieren. Dies gilt bezogen auf ländliche Räume insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Kindertageseinrichtungen die sozialen Einrichtungen sind, die am kleinräumigsten überall vorhanden sind. Bezogen auf die Unterstützung von Familien (auch) in prekären und/oder belasteten Lebenslagen (z.B. Familien in Armutslagen) kommt den Kindertageseinrichtungen insofern besondere Bedeutung zu, als der Kontakt und die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften überwiegend von Vertrauen geprägt ist und hier oftmals zuallererst um Rat gefragt wird. Die Kindertageseinrichtungen sind vor diesem Hintergrund sehr geeignete Orte, um alltagsnah und für Eltern leicht zugänglich Begegnungs-, Beratungs- und Bildungsangebote zu verankern, die Fragen und Themen rund um den Familienalltag und die Erziehungsaufgaben aufgreifen und die Selbsthilfepotentiale u.a. durch Impulse zur Vernetzung und wechselseitigen Unterstützung der Eltern untereinander stärken. Bezogen auf die Erreichbarkeit und Zugänglichkeit von (familien-)unterstützenden Angeboten stellen sich in ländlichen Räumen besondere Herausforderungen. Hieraus ergeben sich strukturelle Benachteiligungen hinsichtlich des frühzeitigen Zugangs zu präventiv unterstützenden Beratungs- und Bildungsangeboten für Eltern und Kinder bzw. Jugendliche. Der Auf- und Ausbau von dezentralen Angeboten sowie von zugehenden Angeboten stellen hier einen Ansatz dar, um diesen benachteiligenden Strukturen entgegenzuwirken.

Standorte Familienzentren
Standorte der Familienzentren

Seit dem 01.Juli 2021, mit Inkrafttreten des neuen KiTaG, entwickeln sich ausgewählte Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren weiter. Mit dieser Weiterentwicklung will der Landkreis Bad Kreuznach eine Grundstruktur schaffen, über die eine flächendeckende Versorgung mit familienunterstützenden Angeboten über alle Kindertageseinrichtungen in dem jeweils zugeordneten Raum erreicht werden kann. Die Standorte der Familienzentren sind auf der Basis der sozialräumlichen Bedarfe der Kindertageseinrichtungen ausgewählt worden. Hinzugezogen wurden außerdem infrastrukturelle Aspekte wie beispielsweise eine gute Erreichbarkeit für kitaübergreifende Angebote im gemeinsamen Raum des Familienzentrums. Über die Verteilung der Familienzentren über alle Verbandsgemeinden kann zugleich eine präventive Unterstützungsstruktur entstehen, die sukzessive weiter ausgebaut werden kann. An den Familienzentren sind darum multiprofessionelle Teams mit Fachkräften für Kita-Sozialarbeit und Elternberatung organisatorisch verankert und werden bedarfsorientiert in den Kindertageseinrichtungen im jeweils zugeordneten Raum eingesetzt. Die Familienzentren werden zudem durch eine digitale Zweigstelle ergänzt. Auf diese Weise kann die bis 2020 als Konsultationskita fungierende Kita in Hüffelsheim ihre Erfahrungen in der Entwicklung und Gestaltung von digitalen Angeboten in die Verbesserung der Zugänge und Erreichbarkeit von Beratungs- und Bildungsangeboten mit Kindern, Eltern und Familien einbringen und neue Zugangsmöglichkeiten über digitale Wege schaffen.
Über den gesamten Landkreis sind sieben Familienzentren verortet. In jeder Verbandsgemeinde gibt es mindestens eine Anlaufstelle für die Familien.

Karte

Dokumente zum Download


Ihre Ansprechpartnerin

Zuständig für die Koordination der Familienzentren und für die Administration des Sozialraumbudgets:

  • Kathrin Klein
  • 2. OG; Raum: 232
  • Tel: 0671 803-1557

mail: kathrin.klein@kreis-badkreuznach.de