Hier finden Sie jeweils die aktuellsten Meldungen aus der Kreisverwaltung

Pressemitteilung zum Pressegespräch am 27.03.2020

Aktuelle Zahl:

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen im Landkreis Bad Kreuznach liegt bei nun 77 (Stand 27.03.2020, 13.00 Uhr). Dies entspricht einem Anstieg um 4.

Betroffene Gemeinden: Altenbamberg, Argenschwang, Bad Kreuznach (Kernstadt, Bad Münster am Stein – Ebernburg, Planig, Winzenheim), Bad Sobernheim, Braunweiler, Bretzenheim, Fürfeld, Hackenheim, Hallgarten (neu), Hargesheim, Hergenfeld, Hüffelsheim, Langenlonsheim, Mandel, Norheim, Oberstreit, Pfaffen-Schwabenheim, Pleitersheim, Rüdesheim (neu), Sankt Katharinen, Schlossböckelheim, Schöneberg, Schweppenhausen, Seibersbach, Simmertal, Spabrücken, Staudernheim, Stromberg, Volxheim, Waldböckelheim und Wallhausen.

 

Aktueller Stand:

Nach Bekanntwerden des Falles „Null“ im Landkreis wurde der Verwaltungsstab einberufen.

Der Fokus liegt auf zwei Themenbereichen:

  1. Das Thema Gesundheit
  2. Die Zeit nach Corona

 

Abstrichstation:

Sehr schnell konnte die Abstrichstation in Bad Sobernheim eingerichtet werden. Zunächst vorwiegend mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern startete diese am 17.03.2020. Inzwischen wird diese von hauptamtlichen und freiwilligen Kräften betrieben. Seither wurden 650 Personen nach vorhergehender Überweisung eines Arztes dort abgestrichen. 16 hiervon waren positiv.

 

Beatmungsgeräte:

Wie bereits mitgeteilt, hat der Landkreis 50 Beatmungsgeräte bestellt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro.

 

Gespräche mit Rehakliniken:

Zur Schaffung zusätzlicher Bettkapazitäten für den „Tag X“ wurden positiven Gespräche mit Kliniken geführt, die diese dann bereitstellen.

 

Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten:

Sehr positive Gespräche konnten mit Ärztinnen und Ärzte geführt werden. Auf Wunsch dieser wurden etwa Merkblätter zusammengestellt bzw. geschrieben. Diese sind für alle auf unserer Homepage zu finden.

Vereinbart wurde zudem, gemeinsam Schutzausrüstung zu beschaffen. Dies wird durch KFI Werner Hofmann organisiert.

 

Unterstützung von Unternehmen:

Der Landkreis zahlt aktuell fortlaufend die Mittel für die Tagespflege, Schulsozialarbeit, Schulbusse und Mensaessen an die jeweiligen Unternehmen bzw. Personen. Darüber hinaus werden die Krippengebühren für Eltern erlassen.

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft dient für Unternehmen als Lotse bei der Suche nach Förder- und Unterstützungsprogrammen (siehe separate PM).

 

Suche nach freiwilligen Helferinnen und Helfern:

Sehr gute Resonanz nach dem ersten Aufruf. 80 bis 100 Meldungen erreichten die Kreisverwaltung bisher. Weiterhin sind wir auf der Suche nach Helferinnen und Helfern mit medizinischem Hintergrund, ganz speziell mit intensivmedizinischer Erfahrung. Meldungen bitte an coronahelfer@kreis-badkreuznach.de.

Wirtschaftsförderung des Landkreises: Lotse für Unternehmen auch während Corona

Die „Corona-Krise“ fordert in diesen Tagen viel Kraft und Einsatz der Bürgerinnen und Bürger, aber auch der Unternehmen im Landkreis Bad Kreuznach. „Selbstverständlich haben die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz oberste Priorität“, macht Landrätin Bettina Dickes deutlich. Dies werde den Landkreis auch in den nächsten Wochen intensiv beschäftigen. „Dennoch müssen wir den Blick auch auf die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise richten“, so die Landrätin weiter.

Viele Unternehmen und damit auch die Mitarbeitenden seien schon jetzt ganz massiv von dieser Krise betroffen. „Das verursacht bei den Betroffenen existenzielle Ängste“, wissen die Landrätin und Wirtschaftsförderer Andreas Steeg. Mit dem Ziel, Unternehmen bei Seite zu stehen und Unterstützungsmöglichkeiten zu vermitteln stellt die Wirtschaftsförderung des Landkreises aktuell Hilfestellungen bereit. In einem ersten Treffen mit Vertretern der regionalen Banken, aus Handwerk, Industrie und Gaststättenverband, der Agentur für Arbeit sowie aus der Politik konnten kürzlich Eckpunkte dieser Unterstützungsmöglichkeiten gesammelt und zusammengestellt werden. „In unserem Gespräch wurden Unterstützungsmöglichkeiten zusammengefasst. Der Wirtschaftsförderung dienen diese Informationen dazu, Unternehmen entsprechende Beratung zukommen zu lassen und Ansprechpartner gezielt zu benennen. Wir übernehmen hier gerne die Lotsenfunktion als zentraler Ansprechpartner“, so der Wirtschaftsförderer. Alle Beteiligten seien sich der Herausforderung bewusst, der Wirtschaft auch über die Zeit der Corona-Krise hinaus zur Seite zu stehen. Mögliche Unterstützungsfelder wurden dabei in den Bereichen Liquiditätskredite, Zuschüsse, Steuerstundungen, Kurzarbeitergeld und allgemeine Beratung ausgemacht. „Daneben haben sich inzwischen auch Gewerkschaften gemeldet, die ebenfalls mit dem Blick auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer helfen wollen“, freut sich Steeg.

„Die Erfahrungen der letzten Tage zeigen, dass schon Zuhören und die Verweisberatung an die verschiedenen Institutionen, aber auch die Stundung von Gewerbesteuerverbindlichkeiten, eine wichtige Unterstützung in dieser Phase der Krise sind“, so der Wirtschaftsförderer abschließend.

 

Infokasten:

Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Bad Kreuznach steht Unternehmen aus dem Kreisgebiet als zentrale Ansprechstelle und Kompetenzpartner zur Verfügung. Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises sind:

Andreas Steeg, 0671 / 803 - 1680 oder andreas.steeg@kreis-badkreuznach.de

Jürgen Klotz, 0671 / 803 - 1014 oder juergen.klotz@kreis-badkreuznach.de

Birgit Beuscher, 0671 / 803 – 1013 oder birgit.beuscher@kreis-badkreuznach.de

Informationen auch auf der Kreishomepage unter www.kreis-badkreuznach.de, Button „Wirtschaft“.


Pressemitteilung "Coronaupdate" vom 26.03.2020

Aktuelle Zahl:

Die Zahl der mit dem Coronavirus im Landkreis Bad Kreuznach infizierten Personen erhöhte sich in den vergangenen 24 Stunden weiter. Stand 26.03.2020, 14.30 Uhr, liegen dem Gesundheitsamt 72 schriftliche Bestätigungen zu infizierten Personen vor.

In Krankenhäusern behandelt werden derzeit zwei Personen (vier wurden entlassen, ein neuer Patient dafür seit gestern aufgenommen).

Betroffene Gemeinden: Altenbamberg, Argenschwang, Bad Kreuznach (Kernstadt, Bad Münster am Stein – Ebernburg, Planig, Winzenheim), Bad Sobernheim, Braunweiler, Bretzenheim, Fürfeld (neu), Hackenheim, Hargesheim, Hergenfeld, Hüffelsheim, Langenlonsheim, Mandel, Norheim, Oberstreit, Pfaffen-Schwabenheim, Pleitersheim, Sankt Katharinen, Schlossböckelheim, Schöneberg, Schweppenhausen (neu), Seibersbach, Simmertal (neu), Spabrücken, Staudernheim (neu), Stromberg, Volxheim, Waldböckelheim und Wallhausen.


Pressemitteilung "Anschaffung Beatmungsgeräte"

„Wir wollen auf Tag X möglichst gut vorbereitet und möglichst breit aufgestellt sein. Genau daran arbeiten wir seit Wochen und schreiben unsere Pläne stetig fort“, bilanziert Landrätin Bettina Dickes die zweieinhalb Wochen nach Corona-Fall Null im Landkreis. Der Verwaltungsstab tage seither täglich, um auf allen Ebenen Bahnen zu ebnen und Rahmenbedingungen auszubauen, die am Tag X bei Bedarf abgerufen werden können.

Tag X beschreibt die Spitze der Coronainfektionen im Landkreis – den vielzitierten Peak. „Wir wissen, dass dieser Tag kommen wird. Wir wissen aber nicht wann und auch nicht wie ausgeprägt diese Zeit sein wird“, verdeutlicht die Landrätin. Es sei zu früh, die ersten Anzeichen, die auf eine Verlangsamung der Ausbreitung hindeuten könnten, zu feiern. Im Gegenteil: Es sei zwingend notwendig, die durch eine Verlangsamung gewonnene Zeit zu nutzen, um sich bestmöglich aufzustellen. „Wir arbeiten konzentriert weiter wie bisher im Stab und im Gesundheitsamt, um alles soweit möglich darauf vorzubereiten, wenn es parallel zu vielen schweren Krankheitsverläufen kommt“.

Ein Teil der Planungen ist etwa die Anschaffung von 50 Beatmungsgeräten durch die Kreisverwaltung. „Die Krankenhäuser und auch die Hausärzte rüsten auf, wofür ist sehr dankbar bin. Die Medizin wird der erste Ansprechpartner bleiben, egal, wie viele betroffene es geben wird. Jedoch wollen wir auch darauf vorbereitet sein, wenn die Kliniken trotz aller aktuellen Versuche, die Ausbreitung zu verlangsamen, voll sind und Beatmungskapazitäten fehlen“, so die Landrätin. „Wir wären alle froh, wenn wir die Beatmungsgeräte am Ende nicht brauchen. Aber niemand will sich vorstellen, dass Menschen sterben müssen, weil wir ihnen nicht Luft geben können, die sie zum Leben brauchen“, ergänzt Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann. Beschlossen wurde die Anschaffung per Eilentscheidung des Kreisvorstandes.


Freiwillige mit medizinischem Hintergrund gesucht

„Die Coronapandemie wird uns noch viele Wochen intensiv beschäftigen“, macht Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Werner Hofmann deutlich. Für diese Zeit brauche es auch weiterhin Personal, um etwa die Abstrichstation in Bad Sobernheim betreiben zu können. „Schon heute sind hier erste freiwillige Helferinnen und Helfer im Einsatz, die den Landkreis in Bad Sobernheim ehrenamtlich unterstützen“, freut sich Hofmann über dieses Engagement.

Zugleich erklärt Hofmann aber: „Um in den kommenden Wochen ausreichend Personal mit medizinischem Hintergrund in der Hinterhand zu haben, die im Bedarfsfall eingesetzt werden können, suchen wir noch mehr freiwillige Helferinnen und Helfer“. Ideal wären unter anderem Medizinstudenten, aber auch Krankenschwestern und weitere Personen, die derzeit nicht im regulären Dienst stehen. „Wir suchen bewusst Menschen, die zwar einen medizinischen Hintergrund haben, aber nicht dadurch im Hauptberuf, etwa in Kliniken oder Pflegeheimen, ausfallen würden“, verdeutlicht der KFI. Daher richte sich dieser Aufruf gezielt an Menschen, die nicht in ihrem medizinischen Beruf eingesetzt sind, aber durch Eintritte in den Ruhestand oder laufende Ausbildungen oder Studiengänge über fachliche Kapazitäten verfügen, „die bei uns derzeit dringend gebraucht werden“.

 

Infokasten:

Freiwillige mit medizinischem Hintergrund können sich an die Kreisverwaltung wenden. Ansprechpartner ist Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann (werner.hofmann@kreis-badkreuznach.de).


Respekt gegenüber anderen auch während Corona

Natürlich ist die derzeitige Situation voller Ungewissheit und Sorge für nahezu alle Menschen bedrückend. Trotz allem darf dieses individuelle Gefühl nicht dazu führen, dass andere Menschen es zu spüren bekommen. Immer wieder ist von verbalen Angriffen und Aggressivität Einzelner zu hören, die unter anderem das Personal in den Lebensmittelmärkten abbekommen. „Das ist absolut inakzeptabel“, ärgert sich Landrätin Bettina Dickes, zumal die Versorgung sichergestellt ist, auch wenn das derzeit hoch im Kurs stehende Toilettenpapier mal nicht im Regal liegt. „Wir müssen froh sein, dass die Menschen im Einzelhandel, Ärzte mit ihrer Belegschaft, das Personal der Pflegedienste, Rettungsdienste und Co. für uns da ist, um unsere Versorgung sicherzustellen“, verdeutlicht sie. Daher die klare Erwartung: „Bleiben Sie freundlich und fragen Sie auch mal, wie es den Personen, die sich nicht zuhause vor dem Virus verstecken können, geht. Sagen Sie einfach mal danke!“

 

 


Respekt gegenüber infizierten Personen

Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, machten dies nicht mit Absicht. Leider kommt es immer wieder vor, dass Denunzierungen speziell in sozialen Netzwerken gegenüber den Infizierten (ob der Name bekannt ist oder nicht) festzustellen sind. Das geht gar nicht! Jede Person kann in die Lage kommen, sich mit dem Coronavirus zu infizieren - viele werden es oder sind es bereits, ohne es zu wissen. Daher die eindringliche Erwartungshaltung: Genesungswünsche ganz allgemein: Ja. Hetze und Denunzierung: Nein. Darüber hinaus gilt für alle: Persönliche Kontakte einschränken. Denn das kann dafür sorgen, dass man als vielleicht unwissend selbst infizierter das Virus nicht weiterträgt.

 


Unter dem folgenden Link können Sie ein Video mit Landrätin Bettina Dickes zum Thema Coronavirus finden (Verlinkung auf YouTube). Die Landrätin erläutert darin unter anderem die Umsetzung der Abstrichstation in Bad Sobernheim und die Situation mit Biick auf die Schließungen der Kitas und Schulen ab dem 16.03.2020.

Der zweite Link führt zu einem weiteren Video mit der Landrätin. Hierin appelliert sie an die Schülerinnen und Schüler, trotz langeweile zuhause zu bleiben und nicht in großen Gruppen umherzustreifen - den eigenen Großeltern zuliebe. Denn diese gehören meistens durch das erreichte Alter neben Menschen mit schweren Vorerkrankungen zur Risikogruppe.


Kontaktbegrenzung auch in weiterhin geöffneten Geschäften

Auch wenn unter anderem Lebensmittelmärkte weiterhin geöffnet bleiben, sind auch hier während der Öffnungszeiten besondere Vorschriften zu beachten. Denn auch in diesen sollen Kontakte reduziert werden, was in prall gefüllten Märkten jedoch nicht möglich ist.

Daher zwei klare Aufrufe:

1. An die Kunden:

Verschieben Sie Ihre Einkäufe aus den Stoßzeiten heraus in Marktzeiten mit wenig Kundschaft.

2. An die Ladeninhaber:

Regulieren Sie die Zugangszahl in Ihren Markt, um das Geschäft nicht zu voll werden zu lassen. Jene, die vor der Tür warten müssen, sollten natürlich dabei nicht auf einem Fleck stehen, sondern breit gestreut auf dem Parkplatz. Vielleicht hilft dabei ein Nummernsystem, um eine klare Reihenfolge für den Eintritt in den Markt festzulegen. Dies spart letztlich auch bei der Kundschaft Unmut.


Pressemitteilung zu Vorsprachen in der Kreisverwaltung

Auch wenn die Kreisverwaltung weiterhin für den Kundenverkehr normal geöffnet bleibt, wird auch in diesem Haus der Situation „Corona“ Rechnung getragen. „In der Kreisverwaltung soll es ebenso wie an anderen Orten vermieden werden, dass in publikumsintensiven Bereichen Menschen in großer Masse warten müssen“, so Landrätin Bettina Dickes. Daher werde in allen Bereichen nur noch mit vereinbarten Terminen gearbeitet, um den Bürgerinnen und Bürgern das Warten in Gruppen zu ersparen „oder sogar das Anliegen schon telefonisch oder per Email zu klären“.

Diese Regelung betrifft sämtliche Bereiche der Kreisverwaltung, also auch den Servicepoint der Ausländerbehörde, die Zulassungsstelle sowie die Schulsekretariate der Schulen in Trägerschaft des Landkreises.

Terminabsprachen können telefonisch oder per Email mit den jeweiligen Sachbearbeitern erfolgen. Sofern diese nicht bekannt sind, hilft die Telefonzentrale unter 0671/803-0 gerne.