Wolfspräventiontsraum Hunsrück wird temporär erweitert
Der Wolf in Deutschland ...
- … ist das größte Raubtier aus der Familie der Hunde und lebt im Rudel
- ...war früher die weltweit am weitesten verbreitete Säugetierart.
- ...frisst bei uns v. a. Rehe, Rothirsche und Wildschweine.
- …spielen eine wichtige Rolle in der Natur, weil sie häufig kranke oder schwache Tiere fressen.
- Das Rudel (Wolfsfamilie) besteht i. d. R. aus den Eltern, ihren Welpen und den Jährlingen (die Welpen des Vorjahres).
- Wölfe müssen i. d. R. im Alter von 1-2 Jahren das Rudel verlassen.
- Rüden (männlicher Wolf) und Fähen (weiblicher Wolf) können Hunderte Kilometer abwandern.
- Nachweise über Wölfe werden seit 2012 von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft systematisch erfasst, geprüft und gesammelt.
Informationen zur Erweiterung
Herdenschutz ist in dem erweiterten Gebiet ab sofort förderfähig - Koordinationszentrum Luchs und Wolf (KLUWO) ruft zur Meldung von Sichtungen und Nachweisen auf!
Gemäß der Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität (MKUEM) vom 15.01.2026 wird das Präventionsgebiet Hunsrück für zunächst ein Jahr temporär erweitert. Die Ausweitung ist erforderlich, um in dem potenziellen Lebensraum von GW4433m die ansässigen Weidetierhaltenden bei der Ergreifung von Herdenschutzmaßnahmen fördertechnisch zu unterstützen. Zum genauen Wortlaut der Pressemeldung siehe hier.

Als Grenze sollen vom bestehenden PG-Hunsrück aus, ab Kirn der Fluss Nahe bis zum Ort Bad Münster am Stein-Ebernburg, von dort aus die B48 bis zur Anschlussstelle Winnweiler, von dort aus die A63 bis zur Anschlussstelle Kaiserslautern, von dort aus A6 bis zur Landesgrenze zum Saarland fungieren. Damit werden die stärksten, prägnantesten Barriere-Strukturen dieser Region angewendet. Der Kernlebensraum des Wolfs GW4433m liegt nach aktuellem Stand im bestehenden PG-Hunsrück (Kartenansicht: Erweiterung Präventionsgebiet Hunsrück). Mit dem Nachweis vom 22. November 2025 gilt der Wolf GW4433m als ein in Rheinland-Pfalz residentes Einzeltier.
Weidetierhalter haben trotz der vorerst temporären Ausweisung des Präventionsgebiets ab sofort die Möglichkeit, Anträge zur Förderung von Präventionsmaßnahmen beim KLUWO zu stellen.
Fragen und Antworten zum Leben mit dem Wolf, zu Herdenschutz und Förderung, sowie rechtliche Fragestellungen können im FAQ auf der Seite www.wolf.rlp.de nachgelesen werden.
Vorgehensweise bei einem Nutztierriss
Sichtungen und andere Nachweise können auf der Webseite oder unter der Hotline +49 6306 911 199 gemeldet werden. Neuste Entwicklungen zum Wolf in Rheinland-Pfalz erhalten Sie über den Newsletter des KLUWO, Anmeldung über kluwo(at)wald-rlp.de.
Warum ist eine Meldung wichtig?
Bei wiederholtem Nachweis des bisher in Rheinland-Pfalz unbekannten Wolfes aus der Alpen-/Italienischen-Population außerhalb der ausgewiesenen rheinland-pfälzischen Präventionsgebiete seit 2024 besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass sich das Tier hier etabliert.
Nur durch vom Land bestätigte, wiederholte Wolfs-Nachweise könnte gemäß des „Managementplans Wolf Rheinland-Pfalz“, neue Regionen als Präventionsgebiet ausgewiesen werden.
Weitere Infos finden Sie hier:
https://fawf.wald.rlp.de/de/forschung-und-monitoring-unsere-aufgaben/koordinationszentrum-luchs-und-wolf/wolf/wolfsnachweise-rheinland-pfalz/