Anfang Januar hat Daniela Köhler ihre Stelle als erste Gemeindeschwesterplus im Kreis Bad Kreuznach angetreten. Ihre Aufgabe ist es, älter werdende Menschen, die noch keine Pflege benötigen, zu helfen, ihre Selbstständigkeit möglichst lange erhalten zu können. Sie berät, wie man den eigenen Haushalt organisieren kann, soziale Kontakte pflegt und so der Vereinsamung vorbeugt. Als zentrale Ansprechpartnerin wird sich die examinierte Krankenschwester vor allem bei Hausbesuchen um die Sorgen und Nöte der Seniorinnen und Senioren kümmern. Ziel ist es, dass sie so lange wie möglich selbstbestimmt in der eigenen Wohnung oder Haus und in der vertrauten Umgebung leben können. Frau Köhler kann sich jederzeit als Gemeindeschwesterplus ausweisen.
Das Programm Gemeindeschwester plus wird gefördert vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz, ergänzt um kommunale Mittel. Der Kreistag des Landkreises Bad Kreuznach stimmte am 18.03.2024 der Teilnahme am Projekt des Landes Rheinlad-Pfalz „Gemeindeschwesterplus“ und der damit verbundenen Einrichtung von bis zu 1,5 Stellen im Stellenplan der Kreisverwaltung für die Dauer der Förderung durch das Land zu.
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Seit Juni 2025 gibt es eine zweite Gemeindeschwester plus: Antoinette Ender bringt umfangreiche Erfahrung aus der Intensivpflege und innerbetrieblichen Fortbildung mit und wird sich zukünftig gemeinsam mit ihrer Kollegin um alle Fragen älter werdender Bürger im Landkreis kümmern. „Mit Antoinette Ender wird unser Team der Gemeindeschwesterplus im Landkreis Bad Kreuznach verstärkt. Daniela Köhler und Antoinette Ender setzen sich jetzt gemeinsam für die Förderung der Gesundheit und Eigenständigkeit, für Mobilität und soziale Teilhabe der älter werdenden Bürger ein. Wie wichtig und stark nachgefragt die Beratungsleistung der Gemeindeschwesterplus ist, haben die ersten Monate ihres Einsatzes bereits gezeigt. Wir laden die Bürger herzlich ein, diese Gelegenheit zu nutzen und gemeinsam mit der Gemeindeschwesterplus gute Lösungen für ein selbstbestimmtes Leben zu finden“, erklärt der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Kohl (SPD). Gerne besuchen die Gemeindeschwesterplus ältere Menschen, die noch keinen Pflegegrad haben, auf Anfrage in ihrer Häuslichkeit, um gemeinsam die notwendigen Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben zu gestalten. Das Angebot umfasst sowohl präventiv ausgerichtete Beratung, beispielsweise zur sozialen Situation, gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, Wohnsituation, Mobilität oder Hobbys und Kontakte, als auch die Vermittlung von wohnortnahen und gut erreichbaren Teilhabeangeboten wie geselligen Seniorentreffen, Bewegungsangeboten, Veranstaltungen oder interessanten Kursen. Bildunterzeile: Antoinette Ender ist seit Juni gemeinsam als Gemeindeschwesternplus im Landkreis Bad Kreuznach im Einsatz.
Der Sommer steht bevor und damit die Seniorinnen und Senioren den Sommer genießen können, haben die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus einige hilfreiche Tipps für ältere Menschen und deren Angehörige gesammelt. Folgende Tipps geben die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus : Auf ausreichend Flüssigkeit achten Bei Seniorinnen und Senioren ist es möglich, dass das Durstgefühl nicht so stark vorhanden ist wie bei jüngeren Menschen beziehungsweise verzögert eintritt. Im schlimmsten Fall kann es zu erheblichem Flüssigkeitsmangel kommen. Um genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, ist es hilfreich, sich aktiv selbst daran zu erinnern und auch dann zu trinken, wenn man nicht durstig oder unterwegs ist. Hierbei könnte helfen eine vorbereitete Trinkmenge ins Blickfeld zu stellen, die bis zum späten Nachmittag getrunken sein sollte. Der individuelle tägliche Flüssigkeitsbedarf sollte hausärztlich besprochen werden, da durch eventuelle Vorerkrankungen die Trinkmenge variieren kann. Um einen Überblick zu bekommen, kann für manche ein Trinkplan von Vorteil sein. Geeignete Getränke sind mineralreiche Tafelwasser, Leitungswasser, Kräuter- und Früchtetee, verdünnte Säfte sowie leichte Fleisch- und Gemüsebrühen. Diese sollten nicht zu kalt sein, weil dies sonst den Kreislauf belasten kann. Weniger geeignet sind alkoholische Getränke, schwarzer Tee, Kaffee sowie stark gezuckerte Limonaden. Leichte Mahlzeiten Essen Sie leicht verdauliche, vitaminreiche Mahlzeiten. Vermeiden Sie schwere, fettige Speisen, die den Körper zusätzlich belasten. Frisches Obst und Gemüse sind ideal, um den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen. Wasserreiches Obst, Salate und Gemüse versorgen den Körper mit Vitaminen, Mineralien und zusätzlicher Flüssigkeit. Dazu gehören zum Beispiel Wassermelonen, Grapefruits, Äpfel oder Pfirsiche, Eisbergsalat, Chinakohl, Tomaten, Zucchini und Gurken. Zu viel Sonne und Überanstrengung vermeiden Zur Mittagszeit ist die Wirkung der Sonne höher als zu den Morgen- und Abendstunden. Sind Aktivitäten im Freien geplant, ist es empfehlenswert sich eher im Schatten aufzuhalten, wenn möglich wo Bäume sind. Informieren sie sich zuvor über den UV-Index und die zu erwartenden Temperaturen. Dies ist im Radio, im Fernsehen, in der Zeitung, im Internet, auch direkt beim Wetterdienst, oder per App möglich. Dabei sollte man bei Aktivitäten am Gewässer oder bei Sand (zum Beispiel Spielplätze) beachten, dass die dortige UV-Belastung durch Reflexion höher sein kann als vom UV-Index angegeben. Wenn möglich, sollten körperliche Aktivitäten auf die frühen Morgen- oder Abendstunden verlagert werden – auch Gartenarbeit sollte nicht in der Mittagssonne erfolgen. Bei großen Einkäufen ist es besser, um Mithilfe von Familienmitgliedern oder aus dem Nachbarschafts-, Bekannten- oder Freundeskreis zu bitten. Ruhepausen einzuplanen, ist ebenfalls hilfreich. Um den Körper abzukühlen, können Fußbäder, kühlende Waschungen oder Einreibungen, insbesondere vor dem Schlafengehen, wohltuend sein. Auf angepassten Hautschutz und geeignete Kleidung achten Tragen Sie leichte, helle und lockere Kleidung, die die Haut bedeckt. Verwenden Sie Sonnenhüte, Sonnenbrillen und Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um Sonnenbrand und Überhitzung zu vermeiden. Ratsam ist eine Kopfbedeckung, die auch Ohren und Nacken schützt, sowie Schuhe, die den Fußrücken bedecken. Bei der Sonnenbrille – es kann sich auch um eine preisgünstige von seriösen Händlern handeln – ist es wichtig, dass sie den Hinweis zum absoluten UV-Schutz (UV 400) aufweist. Das Verwenden von Sonnencreme schützt die Haut vor schädlicher UV-Strahlung und beugt Sonnenbrand vor. Achten Sie darauf, eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens SPF 30) zu verwenden und diese großzügig aufzutragen, insbesondere auf exponierte Hautstellen wie Gesicht, Arme und Beine. Wichtig ist auch, regelmäßig nachzucremen, vor allem nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen mit einem Handtuch. So bleibt der Schutz aufrecht und die Haut ist kontinuierlich vor UV-Strahlen geschützt. Wohnräume kühl halten Verbringen Sie die heißesten Tageszeiten (meist zwischen 11 und 15 Uhr) möglichst im Schatten oder in klimatisierten Räumen. Lüften Sie morgens und abends, um die Räume kühl zu halten. Über den Tag sollten Räume möglichst abgedunkelt bleiben. Von Vorteil können Ventilatoren und Klimaanlagen sein. Zur Verringerung der Raumtemperatur kann das Aufhängen feuchter Tücher beitragen. Ein leichtes Laken reicht bei hohen Temperaturen vielen als Zudecke in der Nacht aus. Menschenansammlungen vermeiden Bei größeren Menschenansammlungen ist die Luft schneller verbraucht – das kann besonders bei hohen Temperaturen zu Kreislaufproblemen führen. Wenn möglich, sollten zum Beispiel volle Busse und Bahnen bei Hitze gemieden werden. Gesundheitliche Risiken bei Hitze und Sonnenstrahlung minimieren Folgen hoher Temperaturen können Kreislaufprobleme, Verwirrtheitszustände, Erbrechen und allgemeine Schwäche sein. Erste Anzeichen sind zum Beispiel Mundtrockenheit, Kopfschmerzen, Schwindel oder schlaffe Haut. Durch ultraviolette Strahlungen können Haut und Augen geschädigt werden, etwa durch Sonnenbrand, Netzhautschädigung oder Linsentrübung. Bei der Einnahme von Medikamenten oder Nutzung von Kosmetika empfiehlt es sich, Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt zu Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht zu halten. Auch bei gesundheitlichen Problemen durch Überhitzung und Sonnenstrahlung ist ärztlicher Rat gefragt. Außerhalb deren Sprechzeiten kann der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116117 angerufen werden. In lebensbedrohlichen Fällen ist der Rettungsdienst unter der Notrufnummer 112 anzurufen. Die Fachkräfte Gemeindeschwesterplus wünschen den Seniorinnen und Senioren sowie Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters im Landkreis, mit Hilfe dieser Tipps gesund durch den Sommer zu kommen und das sonnige Wetter zu genießen.